Der im Bereich der Biomasse verwendete Energieträger Holz ist in seiner wirtschaftlichen Verfügbarkeit begrenzt. Dem entsprechend findet die energetische Nutzung von Reststoffen der Landwirtschaft verstärktes Interesse, die sich aber hinsichtlich ihrer chemischen Eigenschaften und damit ihres Verbrennungs und Emissionsverhaltens zum Teil deutlich von den üblichen Holzbrennstoffen unterscheiden.
In Anbetracht eines wachsenden Entsorgungszwangs für pferdehaltende Betriebe wird immer häufiger die Frage nach einer energetischen Nutzung dieser Reststoffe gestellt. Entsprechend wurde im Rahmen eines Forschungsvorhabens der Frage nachgegangen, ob und in wie weit Pferdemist als Brennstoff für Kleinanlagen geeignet ist. Der Pferdemist wurde zunächst aufbereitet und pelletiert, anschließend verbrannt und die entstehenden Staub- und Schadstoffemissionen gemessen. Die chemisch -physikalischen Eigenschaften der Pellets wurden mit den Vorgaben der EU-Brennstoffnormen verglichen und die entstandenen Emissionen den Grenzwerten gegenübergestellt. Im Ergebnis konnte gezeigt werden, dass durch die Pelletierung der Rohstoffe ein Brennstoff entsteht, der den Normen weitgehend entspricht und dessen emissionsarme Verbrennung auch in Kleinanlagen durchaus möglich ist. Mit Blick auf die aktuellen Emissionsgrenzwerte stellen allerdings die Staubemissionen eine Herausforderung dar.
| Copyright: | © Agrar- und Umweltwissenschaftliche Fakultät Universität Rostock |
| Quelle: | 9. Rostocker Bioenergieforum (Juni 2015) |
| Seiten: | 9 |
| Preis: | € 0,00 |
| Autor: | Joachim Fischer Daniel Rübesamen |
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