Untersuchungen zur Aufbereitung und Produktion von Energieträgern aus Laub und Gras für den Einsatz in Kleinfeuerungs- und Vergasungsanlagen

Zum Ausbau der Möglichkeiten dezentraler Energieversorgungskonzepte ist neben der Bereitstellung geeigneter technischer Lösungen und Konzepte zu deren Verwertung auch die sinnvolle Bereitstellung geeigneter Biomasse notwendig.

Die energetische Nutzung von Stoffströmen wie bspw. Laub und Gras, die i.d.R. flächendeckend in relevanten Mengen anfallen und somit großes Potential zur energetischen Nutzung bieten, macht aufgrund nachteiliger chemischer und physikalisch-mechanischer Eigenschaften (Aschegehalt, Kalium, Chlor etc.) in Bezug auf Verbrennung oder Vergasung eine effiziente Aufbereitung nötig. Im Rahmen des Projektes IbeKET (FKZ 03KB088) wurden die Möglichkeiten der Aufbereitung, die Brennstoffeigenschaften sowie das Verhalten der o.g. Materialien zur energetischen Nutzung in Kleinfeuerungsanlagen nach 1. BImSchV (u. Vergasungsanlagen) untersucht. Weiterhin wurden rechtliche und normative Rahmenbedingungen berücksichtigt. Ergebnisse des Vorhabens spiegeln wieder, dass mit Hilfe einer Aufbereitung die Einhaltung normativer Vorgaben (v.a. DIN EN ISO 17225-6 zur Herstellung nicht-holzartiger Biomassepellets) möglich ist. Die Verbesserung Brennstoffspezifischer Parameter (bspw. Reduzierung Asche-, Chlor-, Kaliumgehalte > 95 %) konnte ebenso wie die Einsetzbarkeit produzierter Pellets nachgewiesen werden. Bei Verbrennungsversuchen mit unterschiedlichen am Markt verfügbaren Techniken zeigte sich, dass grundsätzlich keine wesentlichen Nachteile gegenüber konventionellen Brennstoffen vorliegen. Die Vergasungsuntersuchungen führten zum Ergebnis, dass weiterer Forschungs- und Entwicklungsbedarf notwendig ist, um eindeutige Aussagen treffen zu können.



Copyright: © Agrar- und Umweltwissenschaftliche Fakultät Universität Rostock
Quelle: 10. Rostocker Bioenergieforum (Juni 2016)
Seiten: 13
Preis: € 6,50
Autor: M. Sc. Dipl.-Ing. (FH) Andreas Schonhoff
 
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Literaturtip:
 
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Tagungsband vom 18. Symposium Bioenergie 2009 / OTTI e.V.