Thermische Verwertung und brennstofftechnische Charakterisierung von Ersatzbrennstoffen in Rostsystemen

Die Substitution fossiler Brennstoffe durch aus Abfall aufbereitete Ersatzbrennstoffe (EBS) führt einerseits zur Reduzierung der CO2-Emissionen aufgrund ihres hohen biogenen Kohlenstoffanteils und andererseits zur Schonung der Ressourcen fossiler Brennstoffe.

Des Weiteren steigt aufgrund der Änderungen der gesetzlichen Rahmenbedingungen die Notwendigkeit der Mitverbrennung neuer Abfallfraktionen, z.B. aus mechanisch-biologischen Abfallbehandlungsanlagen (MBA), in bestehenden Verbrennungsanlagen. Um bei einer energetischen Verwertung abfallbasierter Brennstoffe in Abfallverbrennungsanlagen (MVA), Kraftwerken für Biomasse oder Kohlekraftwerken und Zementindustrie einen stabilen Anlagenbetrieb zu gewährleisten, ist es notwendig, das Abbrandverhalten dieser Festbrennstoffe zu kennen und im Vergleich zu den dort eingesetzten Standardbrennstoffen zu charakterisieren.

In diesem Beitrag wird zunächst auf die thermische Verwertung von Ersatzbrennstoffen in Rostsystemen eingegangen, bevor das Abbrandverhalten einer Feststoffschüttung in einem Festbettreaktor mit Kennzahlen beschrieben wird. Mit Hilfe dieser Kennzahlen wird anschließend das Verbrennungsverhalten heizwertreicher Ersatzbrennstofffraktionen im Vergleich zu Standardbrennstoffen bewertet.



Copyright: © TK Verlag - Fachverlag für Kreislaufwirtschaft
Quelle: Energie aus Abfall 1 (2006) (Dezember 2006)
Seiten: 16
Preis: € 0,00
Autor: Prof. Dr.-Ing. Thomas Kolb
Dipl.-Ing. Toralf Weber
Dr.-Ing. Hans-Joachim Gehrmann
Dipl.-Ing. Stefan Bleckwehl
Prof. Dr.-Ing. Helmut Seifert
 
 Artikel nach Login kostenfrei anzeigen
 Artikel weiterempfehlen
 Artikel nach Login kommentieren


Login

ASK - Unser Kooperationspartner
 
 


Unsere content-Partner
zum aktuellen Verzeichnis



Unsere 3 aktuellsten Fachartikel

Erfahrungen bei der Beratung von Vergärungs- und Kompostierungsanlagen
© Witzenhausen-Institut für Abfall, Umwelt und Energie GmbH (4/2024)
Die Verwendung von Biogut- und Grüngutkompost ist eine Möglichkeit, Nährstoffdefizite im Ökolandbau zu vermeiden sowie die Bodenfruchtbarkeit zu erhalten und sogar zu steigern.

Grundstrukturen und Gütekriterien eines Klimawandelfolgenrechts
© Lexxion Verlagsgesellschaft mbH (2/2024)
Der Klimawandel geschieht. Und ganz unabhängig davon, wie stark wir ihn bremsen werden, spüren wir schon heute seine unabwendbaren Folgen und werden in Zukunft noch stärker mit ihnen zu kämpfen haben.

CDR-Technologien auf dem Weg in die Klimaneutralität
© Lexxion Verlagsgesellschaft mbH (2/2024)
Der Klimawandel nimmt besorgniserregende Ausmaße an. Zugleich wird klimaneutralität versprochen. Im Paris-Abkommen nur vage in Aussicht gestellt, soll ausweislich Art. 2 des europäischen Klimagesetzes für die Union im Jahr 2050 und nach § 3 Abs. 2 KSG für Deutschland bereits 2045 bilanziell Klimaneutralität erreicht sein.