Integrierte Energiesysteme

Energie aus Abfall kann sich im Spannungsfeld von Energiepolitik und Wirtschaftlichkeit erfolgreich behaupten.

Die Komplexität der Energieversorgung hat durch die Anforderungen, die an die Energie- und Ressourceneffizienz gestellt werden, erheblich zugenommen. Dadurch sind auch die Anforderungen an die Anlagenbetreiber gestiegen. Wichtigstes Merkmal der zunehmenden Komplexität ist die Forderung nach hoher Flexibilität und derzeit- und  bedarfsgerechten Lieferung von Energie. Dies bedeutet für die Müllheizkraftwerke(MHKW) unter anderem, dass innerhalb kurzer Zeit hohe Wärme- oder Stromleistungen zur Verfügung stehen müssen oder dass im Extremfall beide Energieträgergleichzeitig benötigt werden. Die Beispiele in diesem Beitrag zeigen, dass Fernwärmenetze großes Potenzial haben, eine kohlendioxidarme oder sogar kohlendioxidfreie Komfortwärmeversorgung zu ermöglichen. Integrierte Wärmespeicher können darüber hinaus einen wichtigen Beitrag zur Ökonomie, Ökologie und Versorgungssicherheit leisten. Durch die Spitzenlastabdeckung aus Speichern ist es möglich, den Verbrauch an fossilen Brennstoffen zu verringern. Gleichzeitig können durch eine bedarfsgerechte Stromerzeugung die Einnahmen der Energielieferanten gesteigert werden. Wärmespeicher sind damit eine unverzichtbare Komponente in einem Fernwärmenetz. In einem sich stetig verändernden Umfeld sind Besitzer und Betreiber von MHKW deshalb gefordert, sich den Anforderungen der Flexibilisierungen und der integrierten Energiesysteme zu stellen. Dann können MHKW auch in Zukunft ein verlässlicher ökonomischer und ökologischer Partner eines integrierten Energieversorgungssystems bleiben.



Copyright: © Rhombos Verlag
Quelle: ReSource 2018 - 04 (Dezember 2019)
Seiten: 5
Preis: € 2,50
Autor: Martin Brunner
 
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Tendenzen der Veränderungen der Wassertemperatur von Seen in Nord-Ost-Polen
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Aktuell ist einer der Hauptfaktoren, der über das Funktionieren von Ökosystemen von Seen entscheidet, der Klimawandel. Der Zusammenhang zwischen Lufttemperatur und Wassertemperatur bewirkt, dass in den meisten Fällen ein Anstieg dieser Wassertemperatur beobachtet wird. Tempo und Ausmaß der Veränderungen hingegen sind von einer Reihe parallel verlaufender Prozesse abhängig. In der vorliegenden Arbeit wurde analysiert, in welche Richtung sich die Wassertemperaturen von zwei Seen, die in Nord-Ost-Polen liegen, in den Jahren 1987 bis 2016 verändert haben. Auf Basis von statistischen Methoden wurde die Tendenz bei den Veränderungen der Wassertemperatur (Mann-Kendall-Test) festgestellt. Die Analyse der Seen, die im Nordosten von Polen liegen, hat gezeigt, dass innerhalb der letzten drei Jahrzehnte eine wesentliche Transformation ihres thermischen Regimes erfolgt ist.

Ausbau und Weiterentwicklung der Bioabfallvergärungsanlage Dresden
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Mit dem Kauf der Bioabfallvergärungsanlage Dresden ist der MVV Energie Gruppe ein schneller Markteintritt gelungen. Im Endausbau wird diese Bioabfallvergärungsanlage mit Biogasaufbereitung und -einspeisung eine hochwertige klimaschonende und effiziente Nutzung kommunaler Bioabfälle, die die CO2-Bilanz der Kommunen verbessert und mit dem Ersatz fossiler Energieträger einen wertvollen Beitrag zur Energiewende leistet. Die BAV Dresden ist ein wichtiger Meilenstein für MVV mit einer steilen Lernkurve im Betrieb, Anlagenbau, Stoffstrommanagement und aus energiewirtschaftlicher Sicht. MVV zeigt sich in Dresden als verlässlicher Partner und verantwortungsvoller Akteur in der Bioabfallvergärung und setzt hier die Energiewende erfolgreich um!

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