Potenziale der Einspeisung von Wasserstoff ins Erdgasnetz - eine saisonale Betrachtung

Der Anteil erneuerbarer Energien wird weiter steigen und im Falle von Strom aus Windkraft und Fotovoltaik große Gradienten in der Darbietung erzeugen. Eine Anpassung an die Bedarfsstrukturen erfordert Lastmanagement und Speicherkonzepte auf allen Ebenen der Verteilung und Verwendung. Eine Möglichkeit besteht in der Verknüpfung der Strom- und Gasnetze über die Erzeugung von Wasserstoff via Elektrolyse und Einspeisung ins Erdgasnetz als Zusatzgas oder Austauschgas nach einer Methanisierung. Aus diesem Themenfeld erwachsen Fragestellungen zu den Verwendungspfaden, Potenzialen und zu den Anwendungstechnologien, die in Projekten der DVGW-Innovationsoffensive beantwortet werden.

Mit dem Energiekonzept aus 2011 hat die Bundesregierung die Energieversorgung bis 2050 vorgezeichnet. Wesentliche Voraussetzungen sind die Versorgungssicherheit, die Unabhängigkeit von Energieimporten, Umwelt- und Klimaschutz und wirtschaftliche Tragfähigkeit. Der Anteil der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien (EE) am Bruttostromverbrauch soll auf 80 Prozent bis 2050 gesteigert und eine Verminderung des Primärenergieverbrauchs um 50 Prozent 2050 gegenüber 2008 erreicht werden. Dies bedeutet ein großes Integrationspotenzial an zum Teil nicht kontinuierlich verfügbaren erneuerbaren Energien und eine mögliche Lastverschiebung von der zentralen zur dezentralen Energieerzeugung. Makroskopisch liegt eine Lösungsstrategie im intelligenten 'Zusammenwachsen' der Strom- und Gasnetze. Dazu gehört auch die verfügbarkeits- und bedarfsgesteuerte Umwandlung bzw. Speicherung von Strom aus Windkraft und Fotovoltaik im Erdgasnetz. Insgesamt können aus diesem Ansatz eine Vielzahl von Verwendungspfaden herausgearbeitet werden, die flexible Lösungen für die Integration erneuerbarer Energien liefern.



Copyright: © wvgw Wirtschafts- und Verlagsgesellschaft Gas und Wasser mbH
Quelle: Heft 06 - 2012 (Juni 2012)
Seiten: 6
Preis: € 4,00
Autor: Dipl.-Ing. Frank Burmeister
Dipl.-Ing. Janina Senner
Jens Brauner
Dr.-Ing. Rolf Albus
 
 Diesen Fachartikel kaufen...
(nach Kauf erscheint Ihr Warenkorb oben links)
 Artikel weiterempfehlen
 Artikel nach Login kommentieren


Login

ASK - Unser Kooperationspartner
 
 


Unsere content-Partner
zum aktuellen Verzeichnis



Unsere 3 aktuellsten Fachartikel

Projekt der Hochschule Hof zur Förderung der Nutzung von Wasserkraft in bestehenden Wasseranlagen
© Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH (4/2022)
Um den Anteil von erneuerbaren Energien an der Stromerzeugung in Deutschland auf eine noch wenig genutzte Art und Weise zu erhöhen, hat die Hochschule Hof in dem Projekt NEEWa ein Netzwerk aus Experten und Interessierten aufgebaut, das die Gewinnung von Strom aus Wasserkraft in bestehenden Wasseranlagen stärken soll.

Anforderungen an Entsorgungsanlagen zum Klimaschutz durch die TA Luft und die Allgemeine Verwaltungsvorschrift Abfallbehandlungsanlagen
© Witzenhausen-Institut für Abfall, Umwelt und Energie GmbH (4/2022)
Der Klimaschutz ist zu einem zentralen Thema unserer Gesellschaft geworden. Gesetzliche Regelung mit dem Ziel, das Klima zu schützen, finden sich daher an verschiedenen Stellen. Dies betrifft auch den anlagen bezogenen Immissionsschutz. Sowohl in der TA Luft als auch in der ABA-VwV finden sich viele Regelung, die dem Klimaschutz dienen. Beide Regelwerke konkretisieren als Verwaltungsvorschriften, die auf der Grundlage des § 48 BlmSchG erlassen wurden, den Stand der Technik.

Relevanz von Klimaschutz in kommunalen Ausschreibungen
© Witzenhausen-Institut für Abfall, Umwelt und Energie GmbH (4/2022)
Klimarecht wird zukünftig Einzug in nahezu alle Rechtsgebiete gefunden haben und diese ihrem Wesen nach verändern. Schon heute ist Klimaschutz als Teilaspekt des Umweltschutzes wesentlicher Bestandteil des modernen Vergaberechts, das nicht ausschließlich auf monetäre Aspekte abstellt, sondern explizit auch politische Ziele verfolgt. Ob und wie Kommunen im Rahmen der Erteilung öffentlicher Aufträge Aspekte des Klimaschutzes berücksichtigen können oder gar müssen, wird im Nachfolgenden erörtert. Die Darstellung orientiert sich an einzelnen Phasen des Beschaffungsvorgangs.