Ein Praxisbericht vom 100-KWK-Anlagen-Projekt in Bottrop

Der Ausbau von Mini-KWK-Anlagen bis 20 kWel steht erst am Anfang, worin sich in besonderem Maße das nach wie vor ungelöste Problem des Sanierungsstaus im Heizungskeller zeigt. Hierzu soll das Demonstrationsprojekt '100 KWK-Anlagen für die InnovationCity Bottrop' entscheidende Impulse liefern. Im Fokus stehen dabei Mikro-KWKTechnologien mit einer elektrischen Leistung bis max. 5 kWel, die zunächst wärmegeführt betrieben werden, aber für Referenzfälle auch für eine stromgeführte Betriebsweise vorgesehen sind. Der vorliegende Beitrag präsentiert erste Projektergebnisse und deren Auswertung.

Die Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) kann als anerkannte Hocheffizienztechnologie einen wichtigen Beitrag zur Steigerung der Energieeffizienz und somit zur Reduktion der Treibhausgasemissionen leisten. Diese Tatsache wird von der Bundesregierung in ihrem Energiekonzept berücksichtigt und anerkannt, indem sie vorsieht, dass der produzierte Strom aus KWK-Anlagen bis zum Jahr 2020 einen Anteil von mindestens 25 Prozent an der gesamtdeutschen Strombereitstellung betragen soll. Dieses Ziel wird u. a. auch vom Land Nordrhein-Westfalen aufgegriffen und mit dem vom NRW-Klimaschutzministerium auferlegten KWK-Impulsprogramm vorangetrieben.

Im Rahmen des NRW-Impulsprogramms wird das Projekt 'InnovationCity Ruhr | Modellstadt Bottrop' gefördert. Ziel des Projektes ist es, einen klimagerechten Stadtumbau bei zeitgleicher Sicherung des Industriestandortes umzusetzen. Die CO2-Emissionen sollen im Projektgebiet InnovationCity im Betrachtungszeitraum 2010 bis 2020 halbiert werden, bei einer gleichzeitigen Steigerung der Lebensqualität. Als Teilpaket auf dem Weg zur Umsetzung dieser Vorgaben wurde das Projekt '100 KWK-Anlagen in Bottrop' im Rahmen der InnovationCity Ruhr ins Leben gerufen. In einem Demonstrationsvorhaben wurden 100 KWK-Anlagen installiert und mit entsprechender Messtechnik für ein umfassendes Monitoringprogramm ausgestattet. Das Projekt stellt im Rahmen der InnovationCity Ruhr eines der zentralen Vorhaben dar und wurde geografisch auf die Gesamtstadt Bottrop ausgeweitet.














Copyright: © wvgw Wirtschafts- und Verlagsgesellschaft Gas und Wasser mbH
Quelle: Heft 12 - 2015 (Dezember 2015)
Seiten: 5
Preis: € 4,00
Autor: Dr.-Ing. Rolf Albus
Jörn Benthin
Dipl.-Ing. Frank Burmeister
M. Sc. Mustafa Flayyih
Dr. Manfred Lange
 
 Diesen Fachartikel kaufen...
(nach Kauf erscheint Ihr Warenkorb oben links)
 Artikel weiterempfehlen
 Artikel nach Login kommentieren


Login

ASK - Unser Kooperationspartner
 
 


Unsere content-Partner
zum aktuellen Verzeichnis



Unsere 3 aktuellsten Fachartikel

Projekt der Hochschule Hof zur Förderung der Nutzung von Wasserkraft in bestehenden Wasseranlagen
© Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH (4/2022)
Um den Anteil von erneuerbaren Energien an der Stromerzeugung in Deutschland auf eine noch wenig genutzte Art und Weise zu erhöhen, hat die Hochschule Hof in dem Projekt NEEWa ein Netzwerk aus Experten und Interessierten aufgebaut, das die Gewinnung von Strom aus Wasserkraft in bestehenden Wasseranlagen stärken soll.

Anforderungen an Entsorgungsanlagen zum Klimaschutz durch die TA Luft und die Allgemeine Verwaltungsvorschrift Abfallbehandlungsanlagen
© Witzenhausen-Institut für Abfall, Umwelt und Energie GmbH (4/2022)
Der Klimaschutz ist zu einem zentralen Thema unserer Gesellschaft geworden. Gesetzliche Regelung mit dem Ziel, das Klima zu schützen, finden sich daher an verschiedenen Stellen. Dies betrifft auch den anlagen bezogenen Immissionsschutz. Sowohl in der TA Luft als auch in der ABA-VwV finden sich viele Regelung, die dem Klimaschutz dienen. Beide Regelwerke konkretisieren als Verwaltungsvorschriften, die auf der Grundlage des § 48 BlmSchG erlassen wurden, den Stand der Technik.

Relevanz von Klimaschutz in kommunalen Ausschreibungen
© Witzenhausen-Institut für Abfall, Umwelt und Energie GmbH (4/2022)
Klimarecht wird zukünftig Einzug in nahezu alle Rechtsgebiete gefunden haben und diese ihrem Wesen nach verändern. Schon heute ist Klimaschutz als Teilaspekt des Umweltschutzes wesentlicher Bestandteil des modernen Vergaberechts, das nicht ausschließlich auf monetäre Aspekte abstellt, sondern explizit auch politische Ziele verfolgt. Ob und wie Kommunen im Rahmen der Erteilung öffentlicher Aufträge Aspekte des Klimaschutzes berücksichtigen können oder gar müssen, wird im Nachfolgenden erörtert. Die Darstellung orientiert sich an einzelnen Phasen des Beschaffungsvorgangs.