Energetische Nutzung von Niedermoorbiomasse

Unter dem Begriff Niedermoorbiomasse ist Biomasse zu verstehen, die vom Niedermoor-Grünland, wiedervernässten Niedermoor oder aus der Landschaftspflege stammt und deren Verwertung über den Kuhmagen, andere tiergebundene Verfahren oder die Biogasanlage aufgrund ihrer minderen Qualität - bedingt durch die Pflanzenartenzusammensetzung oder den späten Erntetermin - nicht interessant ist.

Die auf Entwässerung beruhende Bewirtschaftung von Niedermooren (Saatgrasland, Extensiv-Grünland, Ackerbau) ist standortdegradierend und mit erheblichen negativen Umweltwirkungen verbunden (Emissionen klimarelevanter Gase, Stoffausträge ins Grundwasser), so dass sie an dieser Stelle nicht berücksichtigt wird.
 
Auch nach Wiedervernässung von ehemals 'meliorierten' Niedermooren ist deren landwirtschaftliche Bewirtschaftung möglich: Durch natürliche Sukzession oder nach künstlicher Einbringung (Pflanzung) entstehen hochproduktive Pflanzenbestände. Die wichtigsten Pflanzenarten sind Rohrglanzgras (Phalaris arundinacea), Gemeines Schilf (Phragmites australis) und Großseggen (Carex spec.). Bei der Produktion von Niedermoorbiomasse sind Trockenmasseerträge zwischen 3 und 25 Tonnen pro Hektar und Jahr zu erwarten.



Copyright: © Agrar- und Umweltwissenschaftliche Fakultät Universität Rostock
Quelle: 3. Rostocker Bioenergieforum (Oktober 2009)
Seiten: 13
Preis: € 0,00
Autor: Dr. Wendelin Wichtmann
Sabine Wichmann
 
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