Abfallvermeidung – Mythos und Wirklichkeit

Die Siedlungsabfallwirtschaft hat während der letzten Jahrzehnte eindrucksvolle Fortschritte erzielt. So ist in Bayern der Anteil der separat verwerteten Wertstoffe von etwa 21 % der Abfallmenge im Jahre 1990 auf 65 % im Jahr 2005 gestiegen. Heute werden Abfälle in Bayern nicht mehr deponiert sondern stofflich oder energetisch verwertet bzw. in Müllverbrennungsanlagen inertisiert.

Wenn man aber die Gesamtabfallmenge, also die Summe aus Restabfall und Wertstoffen betrachtet, so wird deutlich, dass sie sich seit 1991 nicht nennenswert verändert hat. Es mag bemerkenswert sein, dass die Menge nicht zugenommen hat, aber als eindrucksvoller Beleg für seither erzielte Erfolge bei der Abfallvermeidung taugt diese Tatsache gewiss nicht. Dennoch: ohne Maßnahmen der Abfallvermeidung wären die Abfallmengen heute um ein Vielfaches höher.



Copyright: © Förderverein KUMAS e.V.
Quelle: 2007 (Mai 2007)
Seiten: 17
Preis: € 0,00
Autor: Prof. Dr.-Ing. Wolfgang Rommel
Dr. Siegfried Kreibe
 
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