Die thermische Behandlung von Siedlungsabfällen in Müllverbrennungsanlagen (MVA) nimmt eine zentrale Stellung in der Abfallwirtschaft der Bundesrepublik Deutschland ein. Dies gilt umso mehr, seit dem Verbot der Deponierung von unbehandelten Siedlungsabfällen. Die Hauptaufgabe von MVAs besteht zuerst in der sicheren und umweltgerechten Abfallbehandlung.
Die dabei anfallende Energie wurde ursprünglich nur als Nebenprodukt genutzt. Mit der Verabschiedung des Kyoto-Protokolls und vermehrten Klimaschutzmaßnahmen, sowie vor dem Hintergrund der Endlichkeit der fossilen Energieträger erhält die Energieerzeugung durch MVAs allerdings zunehmend an Bedeutung. Im Rahmen einer vom der Entsorgergemeinschaft der deutschen Entsorgungswirtschaft (EdDE) in Auftrag gegebenen Studie Ökologische Effekte der Müllverbrennung durch Energienutzung“ sollten der derzeitige Beitrag der MVAs zum Klimaschutz und zur Einsparung von fossilen Energieträgern dargestellt werden. Ein weiteres Ziel der erarbeiteten Studie bestand in der Ermittlung und Beschreibung des Optimierungspotenzials von MVAs. Dabei sollte sowohl das theoretische, als auch das unter derzeitigen Rahmenbedingungen erschließbare Potenzial aufgezeigt werden, um auf dieser Basis Handlungsempfehlungen für Entscheidungsträger und die politische Rahmensetzung abzuleiten. Im Folgenden werden einige Auszüge und Ergebnisse der Studie vorgestellt.
Copyright: | © IWARU, FH Münster |
Quelle: | 10. Münsteraner Abfallwirtschaftstage (2007) (Februar 2007) |
Seiten: | 8 |
Preis: | € 4,00 |
Autor: | Prof. Dr.-Ing. habil. Dr. h.c. Bernd Bilitewski |
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