Ein alter Weg wird neu beschritten: Phosphorgewinnung aus Urin – von der Destillation zum PURINEX-Filter

Mit dem Urin scheidet der Mensch täglich 0,9 g Phosphor aus, was etwa 50 Prozent der täglichen Zulauffracht zur
Abwasserbehandlungsanlage entspricht, wobei die Abwasserableitung eine Verdünnung der Phosphorkonzentrationen
bedingt. Mit einer Umsetzung alternativer Sanitärkonzepte wie auch einer Anwendung von wasserlosen
Urinalen ist es möglich, Phosphor direkt mittels eines Phosphorseparationsfilters („PURINEX-Filter“) zu separieren.

Der im Urin gelöste Phosphor wird dabei am Filtermaterial fixiert und steht in Abhängigkeit der mineralogischen und chemischen Eigenschaften für eine Verwertung in der Phosphatindustrie bzw. in der Landwirtschaft zur Verfügung. Der phosphorfreie Urin kann schließlich über die konventionelle Kanalisation zur Abwasserbehandlungsanlage abgeleitet werden.



Copyright: © Vulkan-Verlag GmbH
Quelle: GWF 02/2007 (Februar 2007)
Seiten: 6
Preis: € 6,00
Autor: Dr.-Ing. Christian Schaum
Norman Schneider
Professor Dr.-Ing. Peter Cornel
Ute Berg
Prof. Dr. Rolf Nüesch
 
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