Die experimentellen und numerischen Untersuchungen an Vergärungsanlagen machen deutlich, dass im Bereich der Durchmischung von Biogasreaktoren erheblicher Optimierungsbedarf besteht.
In den Biogasreaktoren wurden bei den Untersuchungen Kurzschlussströmungen und Sedimentschichten festgestellt, die den Biogasertrag verringern bzw. durch die zusätzlicher Wartungsaufwand entsteht. Diese Durchmischungsmängel sind auf verschiedene, für den jeweiligen Biogasreaktor spezifische Ursachen zurückzuführen. Es zeigte sich jedoch, dass schon durch relativ einfache Maßnahmen Kurzschlussströmungen verhindert und Sedimentschichten verringert werden können. Damit kann eine Steigerung der Anlageneffizienz und der Anlagenverfügbarkeit erreicht werden. Die Kopplung experimenteller und numerischer Untersuchungen erwies sich als sehr wirksames Mittel, sowohl um Ursachen für Kurzschlussströmungen und den Aufbau von Sedimentschichten festzustellen als auch Optimierungsvorschläge zu erarbeiten. Mit den dreidimensionalen numerischen Berechnungen wurde dabei der Strömungszustand im jeweiligen Reaktor simuliert. Die Tracermessungen dienten der experimentellen Bestimmung der Mischzeiten und der Verifikation der numerischen Ergebnisse.
Copyright: | © Lehrstuhl für Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft der Montanuniversität Leoben |
Quelle: | DepoTech 2006 (November 2006) |
Seiten: | 6 |
Preis: | € 3,00 |
Autor: | Prof. Dr. Stephan Prechtl Prof. Dr.-Ing. Martin Faulstich |
Diesen Fachartikel kaufen... (nach Kauf erscheint Ihr Warenkorb oben links) | |
Artikel weiterempfehlen | |
Artikel nach Login kommentieren |
carboliq® - Direktverölung gemischter Kunststoffabfälle
© Witzenhausen-Institut für Abfall, Umwelt und Energie GmbH (4/2025)
Die Forderung nach Klimaneutralität dominiert die globale Diskussion über die Zukunft der Industriegesellschaft. Damit einher geht auch die Frage, wie der
Umgang mit Kunststoffen in Zukunft erfolgen wird.
Nutzungskonflikt zwischen Carbon-Capture-Anlagen und Fernwärme?
© Witzenhausen-Institut für Abfall, Umwelt und Energie GmbH (4/2025)
Die EEW Energy from Waste GmbH (EEW) hat sich das Ziel gesetzt, bis 2045 klimaneutral zu werden. Mit 17 Standorten verfügt EEW über eine Verbrennungskapazität von ca. 5 Millionen Tonnen Abfall pro Jahr.
Abfall- und Kreislaufwirtschaft in Deutschland im internationalen Vergleich - Spitzenplatz oder nur noch Mittelmaß?
© Witzenhausen-Institut für Abfall, Umwelt und Energie GmbH (4/2025)
Neben der Umstellung der künftigen Energieversorgung auf ein zu 100 % erneuerbares Energiesystem ist die Abfall- und Kreislaufwirtschaft die zweite zentrale Säule im Rahmen der globalen Transformation in eine klimaneutrale Wirtschaft und Gesellschaft.