Im praktischen Wasserbau werden für viele Fragestellungen bereits 2-D-Strömungsmodelle eingesetzt. Der Beitrag vergleicht Ergebnisse eines physikalischen Modellversuchs mit einer numerischen 2-D-Strömungssimulation für eine hochkomplexe Strömungssituation, um die Möglichkeiten und Grenzen einer numerischen Strömungssimulation im Vergleich zu einem physikalischen Modellversuch zu beleuchten.
Das 2-D-Strömungsmodell Hydro_as- 2d wurde auf eine sehr komplexe Geometrie – eine gekrümmte Schussrinne – angewendet. Die Ergebnisse aus der 2-D-Strömungsmodellierung wurden mit den Ergebnissen eines physikalischen Modellversuchs der gleichen Geometrie verglichen, um zu prüfen, ob ein 2-D-Strömungsmodell einen physikalischen Modellversuch ersetzen kann. Es konnte gezeigt werden, dass das 2-D-Strömungsmodell in der Lage ist, die Strömungsstruktur auch für eine hochkomplexe Geometrie wiederzugeben. Für die Kalibrierung des numerischen Modells und die Analyse der Wehrzu- und -überströmung erwiesen sich die Ergebnisse aus dem physikalischen Modellversuch allerdings als erforderlich. Als Resümee aus den Untersuchungen kann daher abgeleitet werden, dass für Basisuntersuchungen hochkomplexer Strömungen sowie für die Kalibrierung eines numerischen Modells physikalische Modellversuche unverzichtbar sind, für Optimierungen und Variantenstudien ist jedoch ein 2-D-Strömungsmodell dem physikalischen Modellversuch überlegen und stellt daher eine optimale Ergänzung dar.
Copyright: | © Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH |
Quelle: | Wasser und Abfall (11/2005) (November 2005) |
Seiten: | 4 |
Preis: | € 10,90 |
Autor: | Dipl.-Ing. Dr. Ursula Stephan Dr.-Ing. Marinko Nujic |
Diesen Fachartikel kaufen... (nach Kauf erscheint Ihr Warenkorb oben links) | |
Artikel weiterempfehlen | |
Artikel nach Login kommentieren |
carboliq® - Direktverölung gemischter Kunststoffabfälle
© Witzenhausen-Institut für Abfall, Umwelt und Energie GmbH (4/2025)
Die Forderung nach Klimaneutralität dominiert die globale Diskussion über die Zukunft der Industriegesellschaft. Damit einher geht auch die Frage, wie der
Umgang mit Kunststoffen in Zukunft erfolgen wird.
Nutzungskonflikt zwischen Carbon-Capture-Anlagen und Fernwärme?
© Witzenhausen-Institut für Abfall, Umwelt und Energie GmbH (4/2025)
Die EEW Energy from Waste GmbH (EEW) hat sich das Ziel gesetzt, bis 2045 klimaneutral zu werden. Mit 17 Standorten verfügt EEW über eine Verbrennungskapazität von ca. 5 Millionen Tonnen Abfall pro Jahr.
Abfall- und Kreislaufwirtschaft in Deutschland im internationalen Vergleich - Spitzenplatz oder nur noch Mittelmaß?
© Witzenhausen-Institut für Abfall, Umwelt und Energie GmbH (4/2025)
Neben der Umstellung der künftigen Energieversorgung auf ein zu 100 % erneuerbares Energiesystem ist die Abfall- und Kreislaufwirtschaft die zweite zentrale Säule im Rahmen der globalen Transformation in eine klimaneutrale Wirtschaft und Gesellschaft.