Unkontrollierte Deponiegasemissionen tragen aufgrund ihres hohen Anteils an Methan maßgeblich zum Treibhauseffekt bei. In Entwicklungs- und Schwellenländern stellt die offene Deponierung – ohne Deponiegas- und Sickerwasserfassung - die gängige Praxis der Abfallbeseitigung dar.
Der finanzielle Handlungsspielraum lässt die Realisierung einer verbesserten Abfallbehandlung und Beseitigung nach deutschem Stand der Technik in den meisten Fällen nicht zu. Die nachträgliche Einführung aufwändiger und kostenintensiver Gasfassungs- und verwertungssysteme wird in naher Zukunft nicht durchführbar sein. Der Einsatz von Methanoxidationsfilterschichten stellt eine kostengünstige Alternative zur Behandlung diffus auftretender Methanemissionen auf Deponien dar. Als Filtermaterial kommen Komposte und kompostähnliche Produkte aus der mechanisch- biologischen Abfallbehandlung (MBA) in Betracht. Diese Produkte weisen günstige Bedingungen für den Methanoxidationsprozess auf und sind ohne großen technischen Aufwand vor Ort herstellbar.
Copyright: | © HAWK Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst - Fakultät Ressourcenmanagement |
Quelle: | 67. Informationsgespräch (September 2006) |
Seiten: | 18 |
Preis: | € 0,00 |
Autor: | Dipl.-Geoökol. Tobias Bahr Dr.-Ing. Heike Santen Prof. Dr.-Ing. Klaus Fricke Dipl.-Biol. Kai Hillebrecht Dr.-Ing. Florian Kölsch |
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