Dezentrale Regenwasserbewirtschaftungsmaßnahmen in Siedlungsgebieten

als Beitrag zur Minderung extremer Hochwasserabflüsse
in beliebig großen Einzugsgebieten

Es wird allgemein die Meinung vertreten, Maßnahmen der dezentralen Regenwasserbewirtschaftung (dezentral angeordnete kombinierte Speicherungs- und Versickerungsanlagen) könnten sich zwar mindernd auf mittlere und kleinere Hochwasser in mittleren und kleineren Einzugsgebieten auswirken, nicht aber auf extreme Ereignisse in großen Einzugsgebieten. Dem ist aus folgenden Gründen zu widersprechen: 1. Die Speicher- und Versickerungswirkung dezentraler Maßnahmen wird allgemein unterschätzt, 2. es werden nicht nur die versiegelten, sondern auch die unversiegelten Anteile der Siedlungsflächen hochwassermindernd bewirtschaftet, 3. die Überlagerung örtlich ungleichmäßiger Überregnungen der Einzugsgebiete mit den darin enthaltenen, örtlich ungleichmäßig verteilten Siedlungsgebieten führt zu unterschiedlich starken Auswirkungen, die vom Rang des Hochwasserereignisses unabhängig sind und 4. das Umsetzungspotential dezentraler Maßnahmen in Siedlungs-Bestandsgebieten wird unterschätzt, weil es an Wissen über die Möglichkeiten der dezentralen Bewirtschaftung mangelt.



Copyright: © DIV Deutscher Industrieverlag GmbH / Vulkan-Verlag GmbH
Quelle: GWF 04 / 2006 (April 2006)
Seiten: 5
Preis: € 5,00
Autor: Professor Dr.-Ing. Friedhelm Sieker
 
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