Projektion des Klimawandels in Sachsen für die Dekade 2041 – 2050

Mit einer neuen Modellvariante zur Klimasimulation werden in Sachsen extreme Wetterereignisse der nächsten 50 Jahren abgeschätzt. Danach ist generell mit einer deutlichen Zunahme der Häufigkeit warmer Wetterlagen zu rechnen. Die projizierte Erwärmung wird mit einer markanten Abnahme der Frosttage und einer Zunahme heißer Tage einhergehen. Im Winter werden die monatlichen Niederschlagssummen zunehmen. Deutlich trockenere Witterung ist im Sommer vor allem in den nördlichen und östlichen Landesteilen mit häufigen örtlich begrenzten Extremniederschlägen zu erwarten.

Nach heutigen wissenschaftlichen Untersuchungen ist der Mensch ein dominanter „Klimafaktor“. Die anthropogene Klimabeeinflussung ist Folge der Veränderungen der Erdoberfläche, der Eingriffe in den Wärme-, Energie- und Wasserhaushalt und insbesondere der nachhaltigen Veränderungen der chemischen Zusammensetzung der Atmosphäre. Letztere verändert den Strahlungs- und Wärmehaushalt der Atmosphäre und damit auch die atmosphärische Zirkulation im Klimasystem. Fraglich bleiben allein das quantitative Ausmaß sowie die regionale Ausprägung der unter diesen Voraussetzungen unvermeidlichen globalen Klimaänderungen. Klimaänderungen durch die anthropogene Emission klimawirksamer Spurengase (anthropogener Treibhauseffekt) und deren Risiken zeichnen sich bereits ab und werden nach Klimamodellrechnungen in ihrer Bedeutung deutlich zunehmen, wenn nicht weltweit und tief greifend Klimaschutz- Maßnahmen umgesetzt werden.



Copyright: © Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH
Quelle: Wasser und Abfall 11/2004 (November 2005)
Seiten: 5
Preis: € 10,90
Autor: Dipl.-Meteorologe Wilfried Küchler
 
 Diesen Fachartikel kaufen...
(nach Kauf erscheint Ihr Warenkorb oben links)
 Artikel weiterempfehlen
 Artikel nach Login kommentieren


Login

ASK - Unser Kooperationspartner
 
 


Unsere content-Partner
zum aktuellen Verzeichnis



Unsere 3 aktuellsten Fachartikel

carboliq® - Direktverölung gemischter Kunststoffabfälle
© Witzenhausen-Institut für Abfall, Umwelt und Energie GmbH (4/2025)
Die Forderung nach Klimaneutralität dominiert die globale Diskussion über die Zukunft der Industriegesellschaft. Damit einher geht auch die Frage, wie der Umgang mit Kunststoffen in Zukunft erfolgen wird.

Nutzungskonflikt zwischen Carbon-Capture-Anlagen und Fernwärme?
© Witzenhausen-Institut für Abfall, Umwelt und Energie GmbH (4/2025)
Die EEW Energy from Waste GmbH (EEW) hat sich das Ziel gesetzt, bis 2045 klimaneutral zu werden. Mit 17 Standorten verfügt EEW über eine Verbrennungskapazität von ca. 5 Millionen Tonnen Abfall pro Jahr.

Abfall- und Kreislaufwirtschaft in Deutschland im internationalen Vergleich - Spitzenplatz oder nur noch Mittelmaß?
© Witzenhausen-Institut für Abfall, Umwelt und Energie GmbH (4/2025)
Neben der Umstellung der künftigen Energieversorgung auf ein zu 100 % erneuerbares Energiesystem ist die Abfall- und Kreislaufwirtschaft die zweite zentrale Säule im Rahmen der globalen Transformation in eine klimaneutrale Wirtschaft und Gesellschaft.