Einsatz der Thermodruckhydrolyse zur Reduktion von organischen Reststoffen am Beispiel von Klärschlamm und tierischen Nebenprodukten

Die Thermodruckhydrolyse (TDH) schließt organische Reststoffe bei Temperaturen von ca. 200°C und entsprechenden Drücken von ca. 20 - 30 bar zur Beibehaltung der flüssigen Phase für nachfolgende biologische Behandlungsschritte auf. Diese Prozessbedingungen bewirken eine Überführung der organischen Inhaltsstoffe aus der festen in die wässerige Produktphase. Dadurch läuft der folgende biologische Abbau in den Energieträger Biogas umfassender, schneller und stabiler ab. Zudem werden bei einer Verweilzeit von 20 min die gemäß der EU-Verordnung 1774/2002 geforderten Sterilisationsbedingungen übertroffen, so dass das Risiko der Übertragung von Krankheitserregern (z.B. TSE) deutlich minimiert wird.

Bei der Behandlung von Klärschlamm bewirkt die TDH-Vorbehandlung zum einen eine deutlich verbesserte Entwässerbarkeit des Klärschlammes und zum anderen eine Erhöhung der Biogasausbeute um bis zu 40%. Insgesamt kann eine Reduktion der abzugebenden Klärschlammmengen auf die Hälfte im Vergleich zur konventionellen anaeroben Schlammbehandlung erreicht werden. Veröffentlicht in: VDI-Wissensforum Klärschlamm / Tiermehl / Altfett / Biogene Abfälle, 12. – 13. Februar 2004, München



Copyright: © OTH Amberg-Weiden
Quelle: Veröffentlichungen 2004 (August 2005)
Seiten: 13
Preis: € 6,50
Autor: Dipl.-Ing. Ralf Schneider
Prof. Dr. Stephan Prechtl
Prof. Dr.-Ing. Martin Faulstich
 
 Diesen Fachartikel kaufen...
(nach Kauf erscheint Ihr Warenkorb oben links)
 Artikel weiterempfehlen
 Artikel nach Login kommentieren


Login

ASK - Unser Kooperationspartner
 
 


Unsere content-Partner
zum aktuellen Verzeichnis



Unsere 3 aktuellsten Fachartikel

carboliq® - Direktverölung gemischter Kunststoffabfälle
© Witzenhausen-Institut für Abfall, Umwelt und Energie GmbH (4/2025)
Die Forderung nach Klimaneutralität dominiert die globale Diskussion über die Zukunft der Industriegesellschaft. Damit einher geht auch die Frage, wie der Umgang mit Kunststoffen in Zukunft erfolgen wird.

Nutzungskonflikt zwischen Carbon-Capture-Anlagen und Fernwärme?
© Witzenhausen-Institut für Abfall, Umwelt und Energie GmbH (4/2025)
Die EEW Energy from Waste GmbH (EEW) hat sich das Ziel gesetzt, bis 2045 klimaneutral zu werden. Mit 17 Standorten verfügt EEW über eine Verbrennungskapazität von ca. 5 Millionen Tonnen Abfall pro Jahr.

Abfall- und Kreislaufwirtschaft in Deutschland im internationalen Vergleich - Spitzenplatz oder nur noch Mittelmaß?
© Witzenhausen-Institut für Abfall, Umwelt und Energie GmbH (4/2025)
Neben der Umstellung der künftigen Energieversorgung auf ein zu 100 % erneuerbares Energiesystem ist die Abfall- und Kreislaufwirtschaft die zweite zentrale Säule im Rahmen der globalen Transformation in eine klimaneutrale Wirtschaft und Gesellschaft.