Der Abfallwirtschaftsbetrieb München (AWM) ist als Eigenbetrieb der Stadt München beauftragt die Abfallsammlung und -behandlung als hoheitliche Aufgaben der Daseinsvorsorge in der Stadt München durchzuführen. Die Erfassung von Restabfall, Bioabfall und PPK erfolgt über das sogenannte 3-Tonnensystem (alle drei Abfallarten werden innerhalb von zwei Wochen von einem Team gesammelt).
Als Grundlage für die Berechnung des logistischen Aufwands (Personal und Fahrzeuge) wird ein Stellenwirtschaftsmodell herangezogen. Bereits seit längerer Zeit werden Umstrukturierungen und Optimierungsmaßnahmen im Betrieb umgesetzt. So wurde die Anzahl der Partien (Wochenreviere) von 141 auf 137 reduziert, sukzessive die Partiestärke vorort dem tatsächlichen Bedarf angepasst und die bezahlte Brotzeit abgeschafft. Zur Zeit wird eine intensive Diskussion über die Novellierung der örtlichen Tarifverträge inkl. einer Flexibilisierung des Arbeitszeitmodells wie auch einer weiteren Anpassung der Partiestärke geführt. Durch eine bessere Ausnutzung der Tagesarbeitszeiten soll eine Erhöhung der Leistung (Abfallmenge pro Partie und Tag [Mg/(P*d)] bzw. Behälter pro Partie und Tag [Beh./(P*d)]) erreicht werden. Ferner sind weitere organisatorische Maßnahmen zur Effizienzsteigerung geplant.
| Copyright: | © IWARU, FH Münster |
| Quelle: | 9. Münsteraner Abfallwirtschaftstage (2005) (Mai 2005) |
| Seiten: | 5 |
| Preis: | € 0,00 |
| Autor: | Helmut Schmidt |
| Artikel nach Login kostenfrei anzeigen | |
| Artikel weiterempfehlen | |
| Artikel nach Login kommentieren | |
Europäische Rechtsvorgaben und Auswirkungen auf die Bioabfallwirtschaft in Deutschland
© Witzenhausen-Institut für Abfall, Umwelt und Energie GmbH (11/2025)
Bioabfälle machen 34 % der Siedlungsabfälle aus und bilden damit die größte Abfallfraktion im Siedlungsabfall in der EU. Rund 40 Millionen Tonnen Bioabfälle werden jährlich in der EU getrennt gesammelt und in ca. 4.500 Kompostierungs- und Vergärungsanlagen behandelt.
Vom Gärrest zum hochwertigen Gärprodukt - eine Einführung
© Witzenhausen-Institut für Abfall, Umwelt und Energie GmbH (11/2025)
Auch mittel- bis langfristig steht zu erwarten, dass die Kaskade aus anaerober und aerober Behandlung Standard für die Biogutbehandlung sein wird.
Die Mischung macht‘s - Der Gärrestmischer in der Praxis
© Witzenhausen-Institut für Abfall, Umwelt und Energie GmbH (11/2025)
Zur Nachbehandlung von Gärrest aus Bio- und Restabfall entwickelte Eggersmann den Gärrestmischer, der aus Gärresten und Zuschlagstoffen homogene, gut belüftbare Mischungen erzeugt. Damit wird den besonderen Anforderungen der Gärreste mit hohem Wassergehalt begegnet und eine effiziente Kompostierung ermöglicht.