Von der Abfallwirtschaft wird gefordert, dass sie sich zur Kreislaufwirtschaft entwickelt. Der idealistischen Annahme, dass mit der Schließung von Stoffkreisläufen die Abfallbeseitigung weitgehend überflüssig und mit der Abfallverwertung der Ressourcenverbrauch außerdem beendet werden kann, ist einer realistischen Betrachtungsweise gewichen.
Mit geschlossenen Kreisläufen werden Schadstoffe in den Produkten, im Boden und damit auch im Wasser angereichert. Dieser unerwünschte Effekt kann nur mit offenen Kreislaufsystemen, aus denen Schadstoffe ausgeschleust werden, zwar nicht vermieden, doch vermindert werden. Mit der Abfallverwertung kann der Ressourcenverbrauch nicht beendet, sondern im besten Fall verlangsamt werden. Zum einen treten auch bei Kreislaufprozessen Verluste auf, die mit primären Rohstoffen ausgeglichen werden müssen. Zum anderen bewirkt unser auf Wachstum ausgerichtetes Wirtschaftssystem zwangsläufig eine Zunahme des Abfallaufkommens insgesamt. In der Folge wird versucht, die Abfallwirtschaft in Deutschland bis 2020 darzustellen. Da der umfangreiche Inhalt den vorgegebenen Rahmen des Buches sprengen würde, ist der Gesamtbeitrag unter http://www.vivis.de/Zeitschrift/journalhaupt.htm abzurufen.
Copyright: | © Lehrstuhl für Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft der Montanuniversität Leoben |
Quelle: | DepoTech 2004 (November 2004) |
Seiten: | 8 |
Preis: | € 4,00 |
Autor: | Prof. Dr.-Ing. habil. Dr. h. c. Karl J. Thomé-Kozmiensky |
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