For your eyes only

Aus den bisherigen Untersuchungen zur Ökologie der Verpackungsverwertung lassen sich Defizite aufdecken

Das größte Problem beim Themenkomplex DSD/Verpackungsverordnung ist gegenwärtig die mangelnde Datentransparenz zentraler Ökobilanzen. Die erste und bis heute wichtigste Ökobilanz zum Thema DSD legt den Kernsatz der Daten für die rohstofflichen Verwertungsverfahren nicht offen. Die Geheimhaltung erfolgt auf Verlangen der Bremer Stahlwerke. Dadurch entzieht sich dieser gesamte Sektor einer kritischen Nachprüfung. Inhaltlich entscheidend ist, daß dieser Kerndatensatz dafür verantwortlich ist, daß die Verfahren zur rohstofflichen Verwertung im Hochofen gegenüber den energetischen Verfahren besser abschneiden. Anzumerken ist, daß der "Vertraulichkeitswunsch" von einem ausgeht, der von den Ökobilanzergebnissen der ökonomisch Meistbegünstigste ist. Bedenklich ist weiter, daß bis auf eine aktuelle Studie alle relevanten Folgeuntersuchungen diesen Datensatz übernommen haben. Durch die Übernahme dieses Datensatzes ist in den letzten Jahren ein Gebäude von Ökobilanzen, Studien und Publikationen entstanden.



Copyright: © Rhombos Verlag
Quelle: 02/2001 - Abfallwirtschaftsplanung (Mai 2001)
Seiten: 13
Preis: € 0,00
Autor: Prof. (apl.) Dr. Uwe Lahl
 
 Artikel nach Login kostenfrei anzeigen
 Artikel weiterempfehlen
 Artikel nach Login kommentieren


Login

ASK - Unser Kooperationspartner
 
 


Unsere content-Partner
zum aktuellen Verzeichnis



Unsere 3 aktuellsten Fachartikel

carboliq® - Direktverölung gemischter Kunststoffabfälle
© Witzenhausen-Institut für Abfall, Umwelt und Energie GmbH (4/2025)
Die Forderung nach Klimaneutralität dominiert die globale Diskussion über die Zukunft der Industriegesellschaft. Damit einher geht auch die Frage, wie der Umgang mit Kunststoffen in Zukunft erfolgen wird.

Nutzungskonflikt zwischen Carbon-Capture-Anlagen und Fernwärme?
© Witzenhausen-Institut für Abfall, Umwelt und Energie GmbH (4/2025)
Die EEW Energy from Waste GmbH (EEW) hat sich das Ziel gesetzt, bis 2045 klimaneutral zu werden. Mit 17 Standorten verfügt EEW über eine Verbrennungskapazität von ca. 5 Millionen Tonnen Abfall pro Jahr.

Abfall- und Kreislaufwirtschaft in Deutschland im internationalen Vergleich - Spitzenplatz oder nur noch Mittelmaß?
© Witzenhausen-Institut für Abfall, Umwelt und Energie GmbH (4/2025)
Neben der Umstellung der künftigen Energieversorgung auf ein zu 100 % erneuerbares Energiesystem ist die Abfall- und Kreislaufwirtschaft die zweite zentrale Säule im Rahmen der globalen Transformation in eine klimaneutrale Wirtschaft und Gesellschaft.