Ökologische Untersuchung der heutigen DSD-Praxis und deren Optimierungspotenzial

In der Vergangenheit wurde eine große Anzahl von Ökobilanzen zum Thema DSD und Verpackungsverordnung, vornehmlich im Auftrag staatlicher Stellen oder der relevanten Akteure, durchgeführt. Wir haben diese Untersuchungen einer kritischen Prüfung (critical review) unterzogen und unsere Ergebnisse an verschiedenen Stellen veröffentlicht und uns ebenfalls der fachöffentlichen Diskussion gestellt [1, 2, 3].

Neben einer Reihe von sehr ins Detail gehenden Kritikpunkten betrafen unsere wesentlichen Kritikpunkte eher den Aufbau dieser Untersuchungen:
• Aus methodischer Sicht ist insbesondere zu kritisieren, dass die lokalen Effekte abfallwirtschaftlicher Maßnahmen nicht in die Ergebnisbewertung einbezogen sind.
• Die rohstofflichen Verwertungsszenarien sind u.E. häufig unvollständig modelliert. • Die Nutzenberechnungen für die bilanziellen Gutschriften und die Substitutionsfaktoren sind in einigen Fällen zu pauschal gefasst.
• Die Umweltauswirkungen einzelner Verwertungsverfahren sind nicht vollständig gefasst.
 • Für die Restabfallszenarien wird in der Regel nur die MVA, aber nicht die mechanisch-biologische Abfallbehandlung (MBA) betrachtet.
Auf der Basis dieser Kritikpunkte wurde im Auftrag der Landbell AG eine eigene Untersuchung konzipiert und durchgeführt [4]. Aufbau der Untersuchung und die erhaltenen Ergebnisse werden im Folgenden kurzgefasst vorgestellt.



Copyright: © Thomé-Kozmiensky Verlag GmbH
Quelle: Reformbedarf in der Abfallwirtschaft (2001) (Dezember 2001)
Seiten: 24
Preis: € 0,00
Autor: Dr. Barbara Zeschmar-Lahl
 
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