Klärschlammtrocknung, die universelle Behandlungsstufe für langfristig sichere Verwertungswege

Die Verwertung bzw. die Entsorgung von Schlämmen aus kommunalen und industriellen Kläranlagen wird zunehmend zu einem der wichtigsten Probleme der Abfallwirtschaft.

  Klärschlamm fällt auf den Kläranlagen mit einem Trockenrückstandsgehalt (TR-Gehalt) von 4 – 5 % an und wird üblicherweise vor Ort mit stationären oder mobilen Einrichtungen auf 20 – 30 % TR mechanisch entwässert. Die Schlammverwertung/ Entsorgung ist in entwässerter Form nur eingeschränkt möglich. Durch den hohen Wasseranteil werden Transporte belastet, das Handling ist schwierig und der Schlamm stinkt und ist unhygienisch.
Eine ideale Ergänzung zur Entwässerung ist die Trocknung der Schlämme (Volltrocknung TR > 90 %), da hierdurch ein Produkt hergestellt wird, welches auf vielfache Weise verwertbar ist. Hauptziel der Klärschlammtrocknung muss dabei sein, dass neben der enormen Volumen- und Gewichtsreduzierung, ein Endprodukt mit folgenden Eigenschaften entsteht:
 • leicht zu handhaben und lagerfähig,
• Granulat mit hoher Stabilität, definierter Korngröße und hohem Schüttgewicht,
• biologisch inaktiv und keimfrei,
• staubfrei und geruchsarm. Das wichtigste Argument für die Klärschlammtrocknung ist die Volumen- und Gewichtsreduzierung.
Dieses kann nur durch eine Volltrocknung der Schlämme auf bis etwa 92 % Trockenrückstandsgehalt erreicht werden. Von einer Teiltrocknung ist unbedingt abzuraten, da teilgetrockneter Klärschlamm (< 90 % TR) nicht lagerfähig ist und bereits nach kurzer Zeit wieder biologisch aktiv wird.



Copyright: © Thomé-Kozmiensky Verlag GmbH
Quelle: Verantwortungsbewusste Klärschlammverwertung (2001) (Juni 2001)
Seiten: 8
Preis: € 0,00
Autor: Dipl.-Ing. Ulrich Jacobs
 
 Artikel nach Login kostenfrei anzeigen
 Artikel weiterempfehlen
 Artikel nach Login kommentieren


Login

ASK - Unser Kooperationspartner
 
 


Unsere content-Partner
zum aktuellen Verzeichnis



Unsere 3 aktuellsten Fachartikel

Stand der Pumpspeicher in Deutschland 2025
© Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH (12/2025)
Infolge des Ausbaus der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien ist ein erhöhter Speicherbedarf im Stromverbundnetz notwendig. Hierdurch steigt die Bedeutung von Pumpspeichern als bis auf weiteres einzige Möglichkeit für eine großmaßstäbliche Stromspeicherung.

Pumpspeicherkraftwerke - Empfehlungen zur Verkuerzung und Vereinfachung von Genehmigungsverfahren in Deutschland
© Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH (12/2025)
Die Genehmigungsverfahren sind sehr komplex sowie mit hohen Kosten und rechtlichen Unsicherheiten verbunden und dauern oftmals mehr als zehn Jahre.

Revitalisierung des Pumpspeicherwerks Happurg - Sanierung des Oberbeckens
© Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH (12/2025)
Im Rahmen der Revitalisierung des Pumpspeicherwerks Happurg haben im September 2024 auch die Arbeiten zur Sanierung des zugehörigen Oberbeckens begonnen.