Vor dem Hintergrund der Ökoeffizienzsteigerung technischer Verfahren, d.h. Reduzierung der CO2-Emission sowie Substitution fossiler Brennstoffe, gewinnt die Nutzung von Ersatzbrennstoffen in der Grundstoffindustrie – Zementindustrie, Stahlindustrie, usw. – und in der Energieumwandlung zunehmend an Bedeutung [2, 8]. Des Weiteren steigt aufgrund der Änderungen gesetzlicher Vorgaben die Bedeutung der Mitverbrennung neuer Abfallfraktionen in bestehenden Verbrennungsanlagen [9].
Ab Mitte 2005 fallen aus Anlagen zur mechanisch-biologischen Abfallbehandlung (MBA) bisher noch nicht zu quantifizierende Stoffstrommengen an, die in Müllverbrennungsanlagen (MVA) thermisch nachbehandelt werden müssen [1, 7]. Um bei einer Co-Verbrennung oder bei der thermischen Behandlung in einer Müllverbrennungsanlage einen stabilen Anlagenbetrieb zu gewährleisten ist es notwendig, das Abbrandverhalten dieser Festbrennstoffe zu kennen und zu charakterisieren.
Durch Arbeiten der Bundesgütegemeinschaft Sekundärbrennstoffe e.V. (BGS) wurden in der Vergangenheit Ersatzbrennstoffe hinsichtlich ihrer stofflichen Eigenschaften beschrieben [5, 6]. Die verbrennungstechnischen Eigenschaften dieser Ersatzbrennstoffe wurden bis zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch nicht charakterisiert. Systematische Untersuchungen zur Charakterisierung des Abbrandverhaltens von Kohle [10, 11, 12] liegen vor. Die dort angewendeten Verfahren und Methoden sind auf Grund der sehr unterschiedlichen Zusammensetzung und der großen Heterogenität nicht auf Ersatzbrennstoffe übertragbar.
Im Rahmen dieses Beitrages wird anhand des Modellbrennstoffes Holz der Feststoffabbrand im Festbettreaktor KLEAA [3, 4] erläutert und die Reaktionsfrontgeschwindigkeit als verbrennungstechnische Kenngröße zur quantitativen Beschreibung des Abbrandes hergeleitet. Auf Basis dieser Kennzahl wird das Abbrandverhalten von zwei unterschiedlichen Abfallfraktionen aus einer mechanisch- biologischen Abfallbehandlungsanlage charakterisiert. Die am Festbettreaktor KLEAA durchgeführten experimentellen Untersuchungen bilden die Grundlage zur Beschreibung des Abbrandprozesses fester Abfallbrennstoffe in technischen Systemen.
| Copyright: | © Thomé-Kozmiensky Verlag GmbH |
| Quelle: | Ersatzbrennstoffe 4 (2004) (November 2004) |
| Seiten: | 10 |
| Preis: | € 0,00 |
| Autor: | Dipl.-Ing. Stefan Bleckwehl Prof. Dr.-Ing. Thomas Kolb Dr. Hubert Seifermann Dr. rer. nat. Hansjörg Herden |
| Artikel nach Login kostenfrei anzeigen | |
| Artikel weiterempfehlen | |
| Artikel nach Login kommentieren | |
Stand der Pumpspeicher in Deutschland 2025
© Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH (12/2025)
Infolge des Ausbaus der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien ist ein erhöhter Speicherbedarf im Stromverbundnetz notwendig. Hierdurch steigt die Bedeutung von Pumpspeichern als bis auf weiteres einzige Möglichkeit für eine großmaßstäbliche Stromspeicherung.
Pumpspeicherkraftwerke - Empfehlungen zur Verkuerzung und Vereinfachung von Genehmigungsverfahren in Deutschland
© Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH (12/2025)
Die Genehmigungsverfahren sind sehr komplex sowie mit hohen Kosten und rechtlichen Unsicherheiten verbunden und dauern oftmals mehr als zehn Jahre.
Revitalisierung des Pumpspeicherwerks Happurg - Sanierung des Oberbeckens
© Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH (12/2025)
Im Rahmen der Revitalisierung des Pumpspeicherwerks Happurg haben im September 2024 auch die Arbeiten zur Sanierung des zugehörigen Oberbeckens begonnen.