Im Zusammenhang mit der Diskussion um die ökologische Vertretbarkeit der mechanisch-biologischen Vorbehandlung von Restabfällen wurde im August 1999 vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit ein Fünf-Punkte-Programm zur zukünftigen Siedlungsabfallwirtschaft veröffentlicht, dessen zentrale Punkte der Ausstieg aus der Deponiewirtschaft (Beseitigung) und die vollständige Verwertung der Siedlungsabfälle sind.
Vorlaufend zum 6. Umweltaktionsprogramm der Europäischen Union (6. EGUAP) hatte die EG-Kommissarin Frau Wallström im Juni 2001 auf dem European Waste Forum zu einer Neubestimmung der Struktur der europäischen Abfallpolitik für die nächsten 25 Jahre aufgerufen und dabei gleichzeitig wesentliche Markierungspunkte vorgegeben.
Entkopplung des Wirtschaftswachstums vom Wachstum der Abfallmengen, nachhaltige Ressourcenbewirtschaftung, integrierte (stoffstrombezogene) Produkt- (und Abfall-) Politik, ortsnahe Abfallentsorgung, erhöhte Produktverantwortung, inanzielle Anreize sind die Schlagworte und Schwerpunkte, die in Zukunft die europäische Abfallpolitik und Abfallwirtschaft bestimmen sollen. Die Konkretisierung dieses grundsätzlich sinnvollen Anforderungsmusters stößt aber teilweise an intrinsische Grenzen, die in der Eigentümlichkeit des Abfalls und der Abfallentsorgung liegen.
Copyright: | © Thomé-Kozmiensky Verlag GmbH |
Quelle: | Ersatzbrennstoffe 3 (2003) (Dezember 2003) |
Seiten: | 16 |
Preis: | € 0,00 |
Autor: | Prof. Dr. Jürgen Hahn |
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