Ultrafiltrationsanlagen für kleine Wasserwerke – eine wirtschaftliche Möglichkeit zur Partikelentfernung bei der Trinkwasseraufbereitung

Die Ultrafiltration wird in Bayern innerhalb der Trinkwasseraufbereitung zukünftig eine bedeutende Rolle spielen.

Bayern wird aufgrund seiner Geologie auch in Zukunft zur Trinkwasserversorgung auf die Nutzung von Rohwässern angewiesen sein, die im Gewinnungszustand zwar in chemischer Hinsicht einwandfrei, zeitweise aber mikrobiologisch beeinträchtigt sein können. Künftig werden einige Wasserversorgungsunternehmen, die solche Rohwässer nutzen, ihre Trinkwasseraufbereitungsanlage auch im Hinblick auf die novellierte Trinkwasserverordnung anpassen müssen. Ein ideales Aufbereitungsverfahren beinhaltet dabei die selektive Entfernung von Mikroorganismen, verändert jedoch nicht die chemische Zusammensetzung des Wassers. Die Ultrafiltration erfüllt diese Anforderungen und bietet darüber hinaus ein Höchstmaß an Versorgungssicherheit unter Vermeidung von nachteiligen Veränderungen der Trinkwasserqualität infolge von Desinfektions-Nebenprodukten. Vor diesem Hintergrund sind die bislang zu veranschlagenden Kosten von ca. 0,15 – 0,2 €/m³ wirtschaftlich vertretbar. Die Ultrafiltration wird deshalb in Bayern innerhalb der Trinkwasseraufbereitung dieser Wässer eine bedeutende Rolle spielen.



Copyright: © TU München - Lehrstuhl für Siedlungswasserwirtschaft
Quelle: 2002 - Benchmarking, Trinkwasserverordnung, Partikelentfernung (Oktober 2002)
Seiten: 16
Preis: € 7,00
Autor: Dr. Stefan Herb
 
 Diesen Fachartikel kaufen...
(nach Kauf erscheint Ihr Warenkorb oben links)
 Artikel weiterempfehlen
 Artikel nach Login kommentieren


Login

ASK - Unser Kooperationspartner
 
 


Unsere content-Partner
zum aktuellen Verzeichnis



Unsere 3 aktuellsten Fachartikel

Bedeutung und Grenzen der Produktverantwortung für den Klimaschutz
© Lexxion Verlagsgesellschaft mbH (6/2024)
Klimaschutz prägt das Kreislaufwirtschafts- und Abfallrecht durchgehend. Er spielt etwa eine mehrfache Rolle bei der Zulassung von Abfallentsorgungsanlagen.1 Umgekehrt hat die Kreislaufwirtschaft eine sehr bedeutsame Rolle für den Klimaschutz. Das BVerfG spricht in seinem Klimabeschluss eigens die Änderung von Produktionsverfahren zur Klimaneutralität an: Der Gesetzgeber muss u.a. frühzeitig aufzeigen, welche Produkte erheblich umzugestalten sind. Zwar hat er dabei eine weitgehende Gestaltungsfreiheit. Jedoch ist eine Politik zu entwickeln, die insgesamt die selbst gesetzten Klimaziele zu erreichen verspricht.

Pumpspeicher - Besser als ihr Ruf?
© Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH (4/2024)
Gemäß der Taxonomie-Verordnung müssen Pumpspeicher als einzige Energiespeichertechnologie nachweisen, dass ihre Treibhausgasemissionen während ihres Lebenszyklus geringer als 100 g CO2 pro kWh sind. Nachfolgend werden Lebenszyklusanalysen eines Pumpspeichers, einer Batterie sowie eines Wasserstoffspeichers durchgeführt und miteinander verglichen. Darüber hinaus wird auf den zukünftigen Rohstoffbedarf sowie geo-, ressourcen- und industriepolitische Herausforderungen durch die neuen Energiespeichertechnologien hingewiesen.

Erfahrungen bei der Beratung von Vergärungs- und Kompostierungsanlagen
© Witzenhausen-Institut für Abfall, Umwelt und Energie GmbH (4/2024)
Die Verwendung von Biogut- und Grüngutkompost ist eine Möglichkeit, Nährstoffdefizite im Ökolandbau zu vermeiden sowie die Bodenfruchtbarkeit zu erhalten und sogar zu steigern.