Rechtskonforme Möglichkeiten nach TA-Luft, EEG, Biomasse VO, etc. und technische Aspekte der Nutzung von Grünabfällen in Deutschland
In Deutschland fallen jährlich ca. 16 Mio. Tonnen Bio- und Grünabfall an, von denen etwa die Hälfte getrennt erfasst und in 627 Kompostierungsanlagen, 537 Kompostierungsanlagen speziell für Grünschnitt sowie in 104 Vergärungsanlagen verwertet wird. In weiten Bereichen haben sich hier eingespielte Logistikketten sowohl auf der Input- als auch auf der Outputseite entwickelt. Dennoch ist ein stark wachsendes Interesse an den Möglichkeiten zur energetischen Nutzung bestimmter Fraktionen vor allem des Grünabfalls zu verzeichnen.
In jüngerer Zeit wurden vom Witzenhausen-Institut für kommunale und private Auftraggeber Untersuchungen zur optimierten Verwertung von Grünabfällen durchgeführt, die sowohl Machbarkeit als auch ökonomische und ökologische Vorteile für die energetische Nutzung bestimmter Fraktionen aufzeigten. Hersteller entsprechender Aggregate (Zerkleinerer, Siebmaschinen) berichten über eine zunehmende Zahl von Anfragen zur Aufbereitung von Brennstoffen aus Baum- und Strauchschnitt. Auch seitens der Anlagenbauer im Biomassebereich wird ein verstärktes Interesse zur Verwertung dieser Brennstoffe verzeichnet.
Die getrennte Erfassung von Bioabfall ist Voraussetzung für die weitere hochwertige stoffliche wie auch energetische Verwertung. Die Kompostierung geeigneter Fraktionen des Grün- und Bioabfalls ist bei gutem Marktzugang für hochwertige Komposte sinnvoll. Für Teilströme bei denen das nicht der Fall ist, sollten Alternativen geprüft werden. Dabei sind die Auswirkungen auf die Kompostierbarkeit der verbleibenden Fraktion mit zu berücksichtigen. Hier soll die dritte Hypothese näher untersucht werden. Die zentrale Frage dabei ist, ob für Betreiber von Kompostanlagen durch geschicktes Stoffstrommanagement ökologische und ökonomische Vorteile zu erzielen sind.
Copyright: | © Witzenhausen-Institut für Abfall, Umwelt und Energie GmbH |
Quelle: | 16. Kasseler Abfallforum-2004 (April 2004) |
Seiten: | 16 |
Preis: | € 8,00 |
Autor: | Dipl.-Ing. Thomas Raussen Dipl.-Ing. Karl-Heinz Hack |
Diesen Fachartikel kaufen... (nach Kauf erscheint Ihr Warenkorb oben links) | |
Artikel weiterempfehlen | |
Artikel nach Login kommentieren |
carboliq® - Direktverölung gemischter Kunststoffabfälle
© Witzenhausen-Institut für Abfall, Umwelt und Energie GmbH (4/2025)
Die Forderung nach Klimaneutralität dominiert die globale Diskussion über die Zukunft der Industriegesellschaft. Damit einher geht auch die Frage, wie der
Umgang mit Kunststoffen in Zukunft erfolgen wird.
Nutzungskonflikt zwischen Carbon-Capture-Anlagen und Fernwärme?
© Witzenhausen-Institut für Abfall, Umwelt und Energie GmbH (4/2025)
Die EEW Energy from Waste GmbH (EEW) hat sich das Ziel gesetzt, bis 2045 klimaneutral zu werden. Mit 17 Standorten verfügt EEW über eine Verbrennungskapazität von ca. 5 Millionen Tonnen Abfall pro Jahr.
Abfall- und Kreislaufwirtschaft in Deutschland im internationalen Vergleich - Spitzenplatz oder nur noch Mittelmaß?
© Witzenhausen-Institut für Abfall, Umwelt und Energie GmbH (4/2025)
Neben der Umstellung der künftigen Energieversorgung auf ein zu 100 % erneuerbares Energiesystem ist die Abfall- und Kreislaufwirtschaft die zweite zentrale Säule im Rahmen der globalen Transformation in eine klimaneutrale Wirtschaft und Gesellschaft.