Die Anpassung von Wasserinfrastrukturen an den Klimawandel ist notwendig, dies gilt auch für Talsperren. Obwohl zahlreiche Klimaprognosen vorliegen, ist es aber oft schwierig, konkrete Handlungsanweisungen für deren Management bzw. notwendige Investitionen abzuleiten.
Seen und Talsperren (TS) unterliegen einem starken Einfluss klimatischer Faktoren. Die saisonalen Verläufe der meteorologischen Variablen bestimmen z. B. die Wassertemperaturen und das Schichtungs- und Durchmischungsverhalten und damit auch den gewässerweiten Stofftransport sowie die Dynamik des Ökosystems. Ökologische Schlüsselprozesse, wie Primärproduktion, Planktonentwicklung, Nährstoffdynamik oder Sauerstoffzehrung, die insgesamt wichtige Determinanten der Wasserqualität darstellen, unterliegen deshalb einer starken klimatischen Kontrolle. Wir erwarten daher wesentliche Veränderungen in der Struktur, Funktionalität und Dynamik der Standgewässer im Zuge des Klimawandels. Ein ganzheitlicher Ansatz zur Analyse der Auswirkungen des Klimawandels erfordert daher die Integration von Klima, Hydrophysik und Gewässerökologie, um Anpassungsoptionen im Management abzuleiten und zu bewerten.
Copyright: | © Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH |
Quelle: | Wasserwirtschaft - Heft 06 (Juni 2023) |
Seiten: | 4 |
Preis: | € 10,90 |
Autor: | Dr. Karsten Rinke Dr. Martin Schultze Dr. Chenxi Mi Dr. Tom Shatwell Dr. Stephan Thober |
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