Das 30. Neubrandenburger Kolloquium, welches am 13. September stattfand, stellte sich in diesem Jahr einem sehr speziellen Thema 'Der Biber - Störenfried für die Landnutzung oder Helfer für Wasserhaushalt und Klimaschutz' und war mit 142 Teilnehmern sehr erfolgreich. Die erstmalige Ausrichtung als hybride Veranstaltung (102 anwesend, 40 online) hatte sich bewährt. Daher gilt der erste Dank den Kollegen, die an der technischen Umsetzung der Veranstaltung mitgewirkt haben.
Nach der Begrüßung der Teilnehmer durch den Vorsitzenden des BWK-Landesverbandes, Herrn Sommermeier, dem Leiter des Staatlichen Amtes für Landwirtschaft und Umwelt Mecklenburgische Seenplatte, Herrn Linke, sowie dem Rektor der Hochschule Neubrandenburg, Herrn Prof. Teschke, folgte der einleitende Vortrag. Referent war Prof. Joosten vom Greifswalder Moor Zentrum und sein Vortrag richtete sich auf die globale Ausrichtung der Landnutzung hinsichtlich der Herausforderungen zur Klimaneutralität im Bereich Moorschutz und Wasserhaushalt. Das im Jahr 2015 in Paris festgelegte gemeinsame Ziel, den Anstieg der globalen Temperatur auf 2 Grad zu begrenzen, erfordert ein radikales Umdenken, auch in Bezug auf die Moore. Über Jahrhunderte werden hier beträchtliche Mengen Kohlenstoff gespeichert. Auch wenn die Erdoberfläche nur zu 3 % mit Mooren bedeckt ist, entfallen auf sie 600 Gt Kohlenstoff in Form von Torf. Das entspricht dem Doppelten der weltweiten Waldbiomasse. In Mecklenburg-Vorpommern sind organische, kohlenstoffreiche Böden auf einer Fläche von 12 % zu finden. In Deutschland erzeugt die Landwirtschaft auf organischen Böden (Flächenanteil 6,7 %) 40 % aller landwirtschaftlichen Emissionen. Hier fordert Prof. Joosten ein massives Umdenken, denn gegenwärtig entspricht die auf Moorstandorten praktizierte Landwirtschaft einem Klimaschaden in Höhe der Nettowertschöpfung der gesamten deutschen Landwirtschaft.
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| Quelle: | Wasser und Abfall 11 (November 2022) |
| Seiten: | 3 |
| Preis: | € 10,90 |
| Autor: | Dipl.-Ing. Knut Sommermeier |
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