Gerade die Städte und Kommunen kristallisieren sich immer mehr als Treiber für umfassende Konzepte zur Reduzierung der Abfallmengen und zum Klima- und Ressourcenschutz heraus. Neben einer fortlaufenden Optimierung und Erweiterung der Getrennterfassungssysteme für die verschiedenen Wertstoffe befinden sich aktuell vielerorts Re-Use-Strategien und Zero-Waste- Konzepte in der Erarbeitung oder Umsetzung. Gerade auf kommunaler Ebene können die für eine Umsetzung solch umfassender Konzepte erforderlichen Akteur:innen zusammengeführt und aktiv in die Projekte einbezogen werden (Bildungs- und öffentliche Einrichtungen, Behörden, NGOs/Initiativen, die Zivilgesellschaft und Unternehmen).
Die Transformation unserer bislang linearen Wirtschaft in eine Kreislaufwirtschaft, in der der Wert von Produkten und der in ihnen enthaltenen Rohstoffe am Ende ihrer Nutzungsphase möglichst optimal erhalten bleibt und in der möglichst wenig Abfall erzeugt wird, gilt zunehmend als Schlüsselstrategie für den Klima- und Ressourcenschutz. Angesichts dieser Entwicklungen stößt das Konzept der Kreislaufwirtschaft in der Politik, der Industrie und der Zivilgesellschaft auf ein wachsendes Interesse. Aktuelle Studien zeigen aber, dass diese Wandlung noch am Anfang steht und der Rohstoffbedarf durch Sekundärrohstoffe nur in geringem Maße gedeckt wird. Sowohl aus ökologischen und ökonomischen, aber auch sozialen Gründen gilt es die Verschwendung von natürlichen Ressourcen als Abfall zu minimieren. Der nachfolgende Textbeitrag beschreibt i. W. die aktuellen kommunalen Aktivitäten, die einerseits auf eine noch bessere Abtrennung der noch im Restabfall befindlichen Wertstoffe abzielen, aber darüber hinaus auch immer stärker den Aspekt der Wiederverwendung von Produkten sowie die Abfallvermeidung in den Fokus nehmen.
| Copyright: | © Lehrstuhl für Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft der Montanuniversität Leoben |
| Quelle: | Recy & Depotech 2022 (November 2022) |
| Seiten: | 4 |
| Preis: | € 2,00 |
| Autor: | Dr.-Ing. Heinz-Josef Dornbusch |
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