Im Kreis Borken wurde anhand von 90 Chargenuntersuchungen und zwölf Bioabfallanalysen festgestellt, dass ca. 25 % der erfassten Bioabfallanlieferungen nicht die neuen Anforderungen der novellierten BioAbfV einhalten. Mit den Abfallberatern der Städte und Gemeinden wurden Strategien für eine sortenreinere Erfassung von Bioabfällen entwickelt. Neben der gezielten Verbraucherinformation wurden Tonnenkontrollen mit einer geobasierten Handy-App durchgeführt. In einem Pilotversuch wurde der Störstoffgehalt innerhalb von einem Jahr durch gezielte Verbraucherkommunikation von 3,5 auf 1,75 % und durch Tonnenkontrollen weiter auf 0,4 % reduziert.
1 Die Biotonne kann und sollte sortenreiner werden
Die getrennte Bioabfallsammlung wurde im Kreis Borken Mitte der 95er Jahre eingeführt. Die Verbraucherkommunikation im Hinblick auf eine sortenreine Erfassung von Bioabfällen hat in den vergangenen Jahrzehnten keinen hohen Stellenwert genossen. Nachlässige Sortiergewohnheiten haben sich über die Jahre eingeschlichen und Störstoffe in der Biotonne wurden stillschweigend toleriert. Die Aufgabe und Verantwortung, sortenreine Komposte zu produzieren, wurde hauptsächlich auf die Betreiber von Kompostwerken verlagert. Nach dem Motto: 'Die Technik wird’s schon richten'! Diese laxe Sichtweise ändert sich seit einigen wenigen Jahren, da unter anderem die Qualitätsansprüche von Kunden wachsen, die Kompost verwerten. Insbesondere Ökobetriebe fordern höchste Sortenreinheit und wollen auch sehen, dass sich die Branche der Kompostwirtschaft stärker um die sortenreine Erfassung von Bioabfällen kümmert, da dieses die beste Basis für die Herstellung sortenreiner Kompostprodukte ist. Aber auch Umweltskandale, wie die Verunreinigung der Schlei - auch wenn der Fall nichts mit der Ausbringung von Kompost zu tun hatte - schärfen den Blick auf eine Erhöhung der Sortenreinheit von Komposten. Gleichzeitig wird in den letzten Jahren die Verschmutzung der Umwelt durch Mikro- und Makrokunststoffe deutlich bewusster wahrgenommen
und medial thematisiert.
| Copyright: | © Witzenhausen-Institut für Abfall, Umwelt und Energie GmbH |
| Quelle: | 33. Abfall- und Ressourcenforum 2022 (April 2022) |
| Seiten: | 10 |
| Preis: | € 5,00 |
| Autor: | Dr.-Ing. Martin Idelmann Simone Werk Monika Abbing |
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