Die Thermische Abfallbehandlung in Abfallverbrennungsanlagen sorgt für eine Inertisierung des Restmülls bei gleichzeitiger Minimierung von abgas- und abwasserseitigen Emissionen. Da der Großteil der Rückstände in verwertbare Sekundärprodukte überführt wird, fördert die thermische Abfallbehandlung
die Verwirklichung einer Circular Economy in Europa.
Von den 51,7 Mio. t Siedlungsabfällen in Deutschland werden 31,3 % in Anlagen der thermischen Abfallbehandlung verbrannt. Damit geht eine Volumenreduzierung von 90 % einher. Die Reduzierung der Masse beträgt rd. 70 %. Organische Schadstoffe werden bei der Verbrennung zerstört, anorganische Schadstoffe, wie zum Beispiel Schwermetallverbindungen, werden aufkonzentriert, was die weitergehende Behandlung oder eine sichere Entsorgung fördert. Der Großteil dieser festen Rückstände kann nach Aufbereitung verwertet werden, wodurch natürliche Rohstoffquellen geschont werden können. Feste Rückstände der Abfallverbrennung sind Rostaschen (ca. 25 %)sowie Flugaschen und Produkte der Rauchgasreinigung (je nach Verfahren zwischen 3 und 7 %). Die Zusammensetzungen unterscheiden sich erheblich.
Je nach Verfahren fallen Filteraschen und Abgasreinigungsprodukte getrennt oder gemeinsam an. In der konditionierten trockenen Abgasreinigung werden Filterasche und Reaktionsprodukte gemeinsam auf Gewebefiltern abgeschieden. Darin enthalten sind mehr als 90 % des Chlors aus dem verbrannten Abfall. Auch das Element Cadmium wird vorwiegend (92 %) in die Flugasche transferiert. Die Hauptbestandteile der Filterasche sind die Oxide von Silicium, Calcium und Aluminium. Wegen der hohen Gehalte an Chloriden, Sulfaten und zum Teil auch organischen Schadstoffen kommt eine Verwertung ohne aufwändige weitere Aufbereitung nicht in Frage. Filteraschen und Reaktionsprodukte aus der Abgasreinigung werden daher in Deutschland in der Regel nach Untertage verbracht und dort in freigegebenen Bereichen der Bergwerke abgelagert oder im Rahmen angeordneter Versatzmaßnahmen verwertet.
| Copyright: | © Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH |
| Quelle: | Wasser und Abfall 03 (März 2021) |
| Seiten: | 5 |
| Preis: | € 10,90 |
| Autor: | Dipl.-Ing. Markus Gleis Dr. rer. nat. Franz-Georg Simon |
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