Das vom Land Hessen geförderte Modellvorhaben 'Holzige Biomasse im Werra-Meißner-Kreis' ist nach einer erfolgreich beendeten Konzeptphase in die dreijährige Umsetzungsphase gestartet, in der unter anderem ein kreisweites Grüngutkonzept realisiert werden soll. Dabei soll in jeder Kommune des Landkreises, der als öffentlich- rechtlicher Entsorgungsträger bislang keine separate Grünguterfassung durchführt, mindestens eine Grüngutsammelstelle eingerichtet werden.
Für rund die Hälfte dieser Sammelstellen soll zugleich die genehmigungsrechtliche Grundlage geschaffen werden, um dort Grüngut aufzubereiten (schreddern, sieben). Neben den naturschutzrechtlichen bzw. immissionsschutzrechtlichen Genehmigungen, die für den Betrieb der Grüngutplätze erforderlich sind, müssen auch in größerem Umfang bauplanungsrechtliche Maßnahmen (Änderung von Flächennutzungsplänen, Aufstellung von Bebauungsplänen) ergriffen werden.
Das vom hessischen Umweltministerium geförderte Modellvorhaben 'Holzige Biomasse im Werra-Meißner-Kreis' ist nach Beendigung der Konzeptphase im Sommer 2018 in die dreijährige Umsetzungsphase gestartet. Die holzigen Biomassen, die dabei im Fokus stehen, sind bislang im Werra-Meißner-Kreis ungenutzte Holzsortimente, die entweder dem Bereich der Landschaftspflege (z. B. Hecken, Feldgehölze, Streuobstwiesen, Verbuschungsflächen, Fließgewässerbegleithölzer) oder dem Bereich des Bioabfalls (holziges Grüngut) zuzuordnen sind.
Hintergründe des Vorhabens sind einerseits die Ambitionen des Hessischen Energiegipfels, den Endenergiebedarf an Strom und Wärme 2050 in Hessen zu 100 % aus erneuerbaren Energien zu decken und andererseits die Beschlüsse des Integrierten Klimaschutzkonzepts des Werra-Meißner-Kreises von 2012, das bereits die Nutzung verschiedener bislang ungenutzter Holzsortimente in die Klimaschutzplanungen einbezog. Allerdings konnten dabei noch keine differenzierten Angaben zu deren Aufkommen, zu der erforderlichen Logistik für deren Mobilisierung, Aufbereitung und Verwertung sowie den relevanten rechtlichen Rahmenbedingungen gemacht werden. Diese Angaben liegen nach Beendigung der Konzeptphase des Modellvorhabens nun vor, sodass daraus Empfehlungen für die Umsetzungsphase abgeleitet wurden.
| Copyright: | © Witzenhausen-Institut für Abfall, Umwelt und Energie GmbH |
| Quelle: | Biomasse-Forum 2019 (November 2019) |
| Seiten: | 13 |
| Preis: | € 6,50 |
| Autor: | Dr. Rainer Wallmann Dr. Felix Richter Jana Wagner Matthias Wenderoth |
| Diesen Fachartikel kaufen... (nach Kauf erscheint Ihr Warenkorb oben links) | |
| Artikel weiterempfehlen | |
| Artikel nach Login kommentieren | |
Stand der Pumpspeicher in Deutschland 2025
© Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH (12/2025)
Infolge des Ausbaus der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien ist ein erhöhter Speicherbedarf im Stromverbundnetz notwendig. Hierdurch steigt die Bedeutung von Pumpspeichern als bis auf weiteres einzige Möglichkeit für eine großmaßstäbliche Stromspeicherung.
Pumpspeicherkraftwerke - Empfehlungen zur Verkuerzung und Vereinfachung von Genehmigungsverfahren in Deutschland
© Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH (12/2025)
Die Genehmigungsverfahren sind sehr komplex sowie mit hohen Kosten und rechtlichen Unsicherheiten verbunden und dauern oftmals mehr als zehn Jahre.
Revitalisierung des Pumpspeicherwerks Happurg - Sanierung des Oberbeckens
© Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH (12/2025)
Im Rahmen der Revitalisierung des Pumpspeicherwerks Happurg haben im September 2024 auch die Arbeiten zur Sanierung des zugehörigen Oberbeckens begonnen.