Modifizierte Verfahren

Mit Hilfe der einschlägigen VDI-Richtlinie lässt sich die Emissionssituation an Deponien der Deponieklasse I besser beschreiben

Die Deponieklasse I (DK I) ist in Deutschland die oberirdische Regeldeponie für mäßig belasteten Erdaushub und Bauschutt und vergleichbare mineralische gewerbliche Abfälle. Durch die geänderte Deponiesituation, nur noch Inertdeponien mit einem gewissen Schwergewicht auf der DK-I-Deponie zuzulassen, müssen bei Neuerrichtungen modifizierte Verfahren zur Emissionsbetrachtung berücksichtigt werden. Dies erforderte neue Regelwerke, die mit der Überarbeitung der VDI-Richtlinie 3790 Blatt 2 aus dem Jahre 2000 im Jahre 2017 vorgelegt wurden.
Diese Richtlinie ermöglicht es, die jeweiligen Emissionsraten für Deponiegas, Geruch, Sickerwasser und Staub zu berechnen und für die notwendige Prognose bereitzustellen. Damit lässt sich gerade auch die Emissionssituation an Deponien der Deponieklasse I besser beschreiben, was unter anderem auch im Planfeststellungsverfahren erforderlich sein wird. Dennoch bedarf es weiterer Untersuchungen, um die Emissionssituation an Deponien der Deponieklasse I abzusichern. Im nachstehenden Text wird auf die Emissionen von DK-I-Deponien generell eingegangen. In diesem Kontext wird die VDI-Richtlinie erläutert und es werden verschiedene Textteile daraus zitiert.



Copyright: © Rhombos Verlag
Quelle: ReSource 2019 - 02 (Juni 2019)
Seiten: 3
Preis: € 5,00
Autor: Prof. Dr.-Ing Gerhard Rettenberger
 
 Diesen Fachartikel kaufen...
(nach Kauf erscheint Ihr Warenkorb oben links)
 Artikel weiterempfehlen
 Artikel nach Login kommentieren


Login

ASK - Unser Kooperationspartner
 
 


Unsere content-Partner
zum aktuellen Verzeichnis



Unsere 3 aktuellsten Fachartikel

Verfassungsrechtliche Erfordernisse der Biodiversitätssicherung nach der Klimaschutzentscheidung des BVerfG
© Lexxion Verlagsgesellschaft mbH (6/2024)
Angesichts von drei miteinander verflochtenen tiefgreifenden Umweltkrisen - der Klimakrise, der Biodiversitätskrise und der weiterhin bestehenden Krise der Umweltverschmutzung - wird nach wirksamen politischen Ansätzen gesucht, den Problemen zu begegnen. In globaler Perspektive am ambitioniertesten - weil allumfassend - ist bislang die Transformationsstrategie des 'EuropeanGreenDeal' der EU-Kommission,1 die allerdings selbst in Schwierigkeiten geraten ist, sichtbar etwa in Kompromissen bei der Luftreinhaltepolitik, dem Zögern in der Weiterentwicklung der Chemikalienpolitik oder der Anerkennung fragwürdiger Risikotechnologien, wie etwa der Atomenergie, als Nachhaltigkeitsinvestition im Rahmen der EU-Taxonomie-Verordnung.

Möglichkeiten und Grenzen der Verfahrensbeschleunigung in Krisenzeiten durch Einschnitte bei UVP und SUP
© Lexxion Verlagsgesellschaft mbH (6/2024)
Dass Planungs- und Genehmigungsverfahren in Deutschland zu lange dauern, ist kein Geheimnis. Auch Jahrzehnte nach der Einleitung noch nicht abgeschlossene Großprojekte sind eher die Regel als die Ausnahme. Insbesondere die Klimakrise und die durch den Angriffskrieg der Russischen Föderation auf die Ukraine ausgelöste Energieversorgungskrise erfordern eine möglichst rasche Planung, Genehmigung und Umsetzung der benötigten Energieinfrastrukturvorhaben.

Meeresschutz und Klimawandel
© Lexxion Verlagsgesellschaft mbH (6/2024)
Zum Gutachten des Internationalen Seegerichtshofs im Fall 'Climate Change and International Law'