Für hydrologische und wasserwirtschaftliche Fragestellungen wird eine Vielzahl von Modellen mit unterschiedlichsten Konzeptionen und Prozessabbildungen eingesetzt. Vorgestellt werden die Ergebnisse einer Online-Umfrage zur Modellklassifizierung und Charakterisierung der Modellstärken und -schwächen.
Hydrologische Modelle unterscheiden sich in einer Vielzahl von Eigenschaften hinsichtlich Konzeption, Anwendungsbereich, räumlicher und zeitlicher Auflösung, ihrer Rechenzeit sowie im Detailierungsgrad der Abbildung der verschiedenen hydrologischen Prozesse [2]. Die Wahl eines geeigneten Modells kann je nach Zielsetzung variieren. Daraus ergeben sich unterschiedliche Anforderungen an den Detaillierungsgrad und die physikalisch basierte Darstellung der hydrologischen Prozesse, da diese je nach Anwendung und Einzugsgebiet eine unterschiedlich große Bedeutung haben können [17]. Die Auswahl eines Modells erfolgt nach Clark et al. [7] unter Berücksichtigung von (mindestens) vier Aspekten: Exaktheit (in der Prozessabbildung), Komplexität (Detaillierungsgrad in der Prozessabbildung), Durchführbarkeit (z.B. durch Rechenbedarf) und Datenverfügbarkeit. Darüber hinaus kann noch die Erfahrung des Modellentwicklers eine wichtige Rolle spielen. Eine vereinfachte Prozessabbildung führt dazu, dass der Prozess weniger realitätsnah in Raum und/oder Zeit abgebildet wird [6, 17]. Andererseits ermöglicht dies unter anderem eine Reduktion der Rechenzeit und des Aufwands bei der Datenbereitstellung. Reicht eine solche Prozessabbildung nicht mehr aus, um Detailliertheit und Variabilität eines hydrologischen Prozesses abzubilden, kann diese in eine stärker physikalisch basierte Repräsentation überführt werden (z.B. Energiebilanzansatz statt Tag-Grad-Verfahren für die Berechnung der Schneeschmelze). Für die Berechnung einzelner hydrologischer Prozesse sind in der Regel eine Vielzahl an alter nativen Konzeptionen verfügbar [7], zum Beispiel verschiedene Gleichungen zur Berechnung der Verdunstung (z. B. Hargreaves, Priestley-Taylor, Penman-Monteith).
| Copyright: | © Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH |
| Quelle: | Wasser und Abfall 05 - 2019 (Mai 2019) |
| Seiten: | 10 |
| Preis: | € 10,90 |
| Autor: | Prof. Dr. Helge Bormann Dr. Björn Guse M. Sc. Tobias Pilz Dr. Michael Stoelzle |
| Diesen Fachartikel kaufen... (nach Kauf erscheint Ihr Warenkorb oben links) | |
| Artikel weiterempfehlen | |
| Artikel nach Login kommentieren | |
Stand der Pumpspeicher in Deutschland 2025
© Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH (12/2025)
Infolge des Ausbaus der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien ist ein erhöhter Speicherbedarf im Stromverbundnetz notwendig. Hierdurch steigt die Bedeutung von Pumpspeichern als bis auf weiteres einzige Möglichkeit für eine großmaßstäbliche Stromspeicherung.
Pumpspeicherkraftwerke - Empfehlungen zur Verkuerzung und Vereinfachung von Genehmigungsverfahren in Deutschland
© Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH (12/2025)
Die Genehmigungsverfahren sind sehr komplex sowie mit hohen Kosten und rechtlichen Unsicherheiten verbunden und dauern oftmals mehr als zehn Jahre.
Revitalisierung des Pumpspeicherwerks Happurg - Sanierung des Oberbeckens
© Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH (12/2025)
Im Rahmen der Revitalisierung des Pumpspeicherwerks Happurg haben im September 2024 auch die Arbeiten zur Sanierung des zugehörigen Oberbeckens begonnen.