35 Jahre Entsorgungswirtschaft - Wo müssen wir noch hin? Gastkommentar von Prof. Dr. Martin Faulstich

Die letzten 35 Jahre der Entsorgungswirtschaft sind gut dokumentiert, nicht zuletzt durch das ENTSORGA-Magazin, welches 1982 das erste Mal erschien. Bei den kommenden 35 Jahren sieht das schon anders aus, denn da betrachten wir die Zeit bis 2052. Bekanntermaßen sind Prognosen schwierig, besonders wenn sie die Zukunft betreffen, wussten schon Niels Bohr und Karl Valentin.

Foto: M. Boeckh(10.10.2017) Spannend ist es, einstige Prognosen mit heutigen Erkenntnissen zu vergleichen. Starten wir also zunächst mit einem kleinen Rückblick. In den 1970er-Jahren wurden die Grundsteine für die moderne Abfallwirtschaft gelegt. Der Bund erhielt nach einer Grundgesetzänderung die Gesetzgebungskompetenz für Belange der Abfallbeseitigung, und im Jahr 1972 wurde das erste Abfallbeseitigungsgesetz verabschiedet. Neue Organisationen wie die International Solid Waste Association (ISWA), der Sachverständigenrat für Umweltfragen (SRU) und das Umweltbundesamt (UBA) wurden Gastkommentar von Prof. Dr. Martin Faulstich: 35 Jahre Entsorgungswirtschaft - Wo müssen wir noch hin? Die letzten 35 Jahre der Entsorgungswirtschaft sind gut dokumentiert, nicht zuletzt durch das ENTSORGA-Magazin, welches 1982 das erste Mal erschien. Bei den kommenden 35 Jahren sieht das schon anders aus, denn da betrachten wir die Zeit bis 2052. Bekanntermaßen sind Prognosen schwierig, besonders wenn sie die Zukunft betreffen, wussten schon Niels Bohr und Karl Valentin.
Mit dem Ende der energetischen Ölnutzung lassen sich die Erdölvorräte zumindest länger stofflich nutzen. Die erzeugten Kunststoffe werden aber früher oder später zu Abfall, der zum Teil thermisch verwertet wird und dabei auch Treibhausgase emittiert. Foto: M. Boeckh gegründet. In dieser Zeit erschien auch die berühmte Studie 'Die Grenzen des Wachstums' für den Club of Rome. Der erste reguläre Studiengang Technischer Umweltschutz nahm 1975/76 an der Technischen Universität Berlin seinen Lehrbetrieb auf. Die ersten Abfallwirtschaftsprofessoren waren noch Bauingenieure wie Jäger und Tabasaran oder Bergbauingenieure wie Hoberg und Thomé-Kozmiensky...

Autorenhinweis: Prof. Dr. Martin Faulstich
Foto: M. Boeckh



Copyright: © Deutscher Fachverlag (DFV)
Quelle: Nr. 5 - Oktober 2017 (Oktober 2017)
Seiten: 6
Preis: € 5,00
Autor: Prof. Dr.-Ing. Martin Faulstich
 
 Diesen Fachartikel kaufen...
(nach Kauf erscheint Ihr Warenkorb oben links)
 Artikel weiterempfehlen
 Artikel nach Login kommentieren


Login

ASK - Unser Kooperationspartner
 
 


Unsere content-Partner
zum aktuellen Verzeichnis



Unsere 3 aktuellsten Fachartikel

carboliq® - Direktverölung gemischter Kunststoffabfälle
© Witzenhausen-Institut für Abfall, Umwelt und Energie GmbH (4/2025)
Die Forderung nach Klimaneutralität dominiert die globale Diskussion über die Zukunft der Industriegesellschaft. Damit einher geht auch die Frage, wie der Umgang mit Kunststoffen in Zukunft erfolgen wird.

Nutzungskonflikt zwischen Carbon-Capture-Anlagen und Fernwärme?
© Witzenhausen-Institut für Abfall, Umwelt und Energie GmbH (4/2025)
Die EEW Energy from Waste GmbH (EEW) hat sich das Ziel gesetzt, bis 2045 klimaneutral zu werden. Mit 17 Standorten verfügt EEW über eine Verbrennungskapazität von ca. 5 Millionen Tonnen Abfall pro Jahr.

Abfall- und Kreislaufwirtschaft in Deutschland im internationalen Vergleich - Spitzenplatz oder nur noch Mittelmaß?
© Witzenhausen-Institut für Abfall, Umwelt und Energie GmbH (4/2025)
Neben der Umstellung der künftigen Energieversorgung auf ein zu 100 % erneuerbares Energiesystem ist die Abfall- und Kreislaufwirtschaft die zweite zentrale Säule im Rahmen der globalen Transformation in eine klimaneutrale Wirtschaft und Gesellschaft.