Verursacherbezogene Abfallgebührensysteme wie 'Pay-as-you-throw' (PAYT-Systeme) sind ein ökonomisches Instrument zur Anwendung des Verursacherprinzips, wobei sich die Höhe der Entsorgungsgebühr für die Bürgerinnen und Bürger nach dem zur Entsorgung überlassenen Aufkommens an Restabfall, Bioabfall und Sperrmüll richtet. Bei Vorhandensein einer gut ausgebauten Infrastruktur zur getrennten Erfassung und in Verbindung mit einem hohen öffentlichen Bewusstsein können damit hohe Wertstoff-Erfassungsquoten realisiert werden. Allerdings muss die Kommune für Einrichtung und Betrieb von PAYT-Systemen in erheblichem Umfang in Vorleistung gehen.
Weitere Autoren: Styles, David; Galvez-Martos, Jose
In diesem Beitrag wird das Fallbeispiel des Landkreises Aschaffenburg (32 Gemeinden, 173.000 Einwohner) dargestellt, in dem seit fast 20 Jahren ein PAYT-System realisiert ist. Zu den wichtigsten Leistungskennzahlen zählen hier die Entwicklung von Wertstoff-Erfassungsquoten, Abfallentsorgungsgebühren und Abfallerfassungs- und -behandlungskosten, jeweils im Vergleich zu Kommunen, in denen es keine verursacherbezogenen Abfallgebührensysteme gibt. PAYT-Systeme könnten demnach einen wichtigen Beitrag hinsichtlich Wiederverwendung und Verwertung im Rahmen der Kreislaufwirtschaft leisten.
Link zum vollständigen Artikel: http://www.muellhandbuchdigital.de/pos/2018/dokument.html
| Copyright: | © Eigenbeiträge der Autoren |
| Quelle: | 2017 (Januar 2017) |
| Seiten: | 0 |
| Preis: | € 0,00 |
| Autor: | Jürgen Morlok Dr. Harald Schönberger Dr. Barbara Zeschmar-Lahl |
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