Es hat fast schon Tradition, die ökonomischen Implikationen als Quell vieler unerwünschter Zustände zu betrachten. Die Versöhnung von Ökonomie und Ökologie wird zwar nicht selten herbeigesehnt, dennoch überwiegt im Allgemeinen, das Wirtschaftliche für fehlgeleitete Entwicklungen, missliebige Situationen oder ungewollte Verhältnisse verantwortlich zu machen.
Wirtschaftliche Beweggründe werden oft für gesellschaftlich nicht akzeptierte Folgewirkungen verantwortlich gemacht. Dies führt nicht selten dazu, dass diesbezügliche Implikationen falsch analysiert, wenn nicht sogar vollständig negiert werden. Dies ist umso erstaunlicher, da jeder Einzelne hinreichend Markterfahrung besitzt. Auch Recyclingbemühungen unterliegen einer Kosten-Nutzen-Abwägung. Vor dem Hintergrund des Opportunitätsprinzips stehen verschiedene Handlungsoptionen zu Abfällen bzw. Altprodukten zur Verfügung. Über Stimuli der einzelnen Alternativen lässt sich die gewünschte Option durchaus als vorteilhaft darstellen. Auch fixe Recyclingquoten ändern nichts an den wirtschaftlichen Implikationen - lediglich die Handlungsoptionen werden eingeschränkt. Eine Maximierung der Recyclingquote blendet Kosten- und Erlösverläufe sowie Qualitätseinbußen und Umweltbeeinträchtigungen aus und zeugt von mangelndem Verständnis ökonomischer Zusammenhänge.
| Copyright: | © Lehrstuhl für Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft der Montanuniversität Leoben |
| Quelle: | Recy & Depotech 2016 (November 2016) |
| Seiten: | 6 |
| Preis: | € 3,00 |
| Autor: | Prof. Dr. Heinz-Georg Baum |
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