Ziel des Vorhabens ist es, das Emissions- und Betriebsverhalten eines für komprimiertes Erdgas (CNG) geeigneten Dual-Fuel-Traktors über einen längeren Zeitraum am Prüfstand und im Feld zu erfassen. Am Prüfstand sollen die Einflüsse der Betriebsweisen Dual-Fuel und 100 % Diesel auf die bei Diesel-Traktoren gesetzlich limitierten Abgaskomponenten untersucht werden.
Die Nutzung von Biomethan als Kraftstoff für Landmaschinen mit Dual-Fuel-Technik leistet einen Beitrag zum Klimaschutz und trägt zur krisensicheren Versorgung mit Energieträgern bei. Bislang liegen jedoch kaum dokumentierte Einsatzerfahrungen vor. Ziel eines vom Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie geförderten Vorhabens war es deshalb, die Praxistauglichkeit und das Emissionsverhalten eines gleichzeitig mit Biomethan bzw. Erdgas und Diesel als Zündöl angetriebenen Prototypen-Traktors des Typs Valtra N101 (Abgasstufe IIIA) zu untersuchen. Den Praxis-Feldtest über 590 Betriebsstunden (Bh) absolvierte der Traktor zuverlässig. Die Reichweite einer Gastank-Füllung betrug im Dual-Fuel-Betrieb im Mittel etwa 11,5 Einsatzstunden. Am Prüfstand zeigte eine durch den Hersteller optimierte Gas-ECU eine deutliche Verbesserung des Abgasverhaltens. Im Vergleich zum reinen Dieselbetrieb liegen beim Dual-Fuel-Betrieb die Stickstoffoxid-Emissionen (NOx) niedriger, Kohlenstoffmonoxid-(CO), Kohlenwasserstoff- (HC) und Partikelmasse-Emissionen (PM) aber höher. Insbesondere die HC-Emissionen sind infolge unvollständig verbrannten Gases und unzureichender Umsetzung durch das Abgasnachbehandlungs-System (Methanschlupf) deutlich über dem Niveau eines von der Europäischen Kommission vorgeschlagenen Grenzwerts. Optimierungspotential bietet die Verbesserung des betriebspunktspezifischen Gas-Dieselverhältnisses und die Anpassung der Abgasnachbehandlung.
Copyright: | © Agrar- und Umweltwissenschaftliche Fakultät Universität Rostock |
Quelle: | 10. Rostocker Bioenergieforum (Juni 2016) |
Seiten: | 12 |
Preis: | € 6,00 |
Autor: | M.Sc. Sebastian Mautner Dipl.-Ing. (FH) Peter Emberger Klaus Thuneke Dr. Edgar Remmele |
Diesen Fachartikel kaufen... (nach Kauf erscheint Ihr Warenkorb oben links) | |
Artikel weiterempfehlen | |
Artikel nach Login kommentieren |
carboliq® - Direktverölung gemischter Kunststoffabfälle
© Witzenhausen-Institut für Abfall, Umwelt und Energie GmbH (4/2025)
Die Forderung nach Klimaneutralität dominiert die globale Diskussion über die Zukunft der Industriegesellschaft. Damit einher geht auch die Frage, wie der
Umgang mit Kunststoffen in Zukunft erfolgen wird.
Nutzungskonflikt zwischen Carbon-Capture-Anlagen und Fernwärme?
© Witzenhausen-Institut für Abfall, Umwelt und Energie GmbH (4/2025)
Die EEW Energy from Waste GmbH (EEW) hat sich das Ziel gesetzt, bis 2045 klimaneutral zu werden. Mit 17 Standorten verfügt EEW über eine Verbrennungskapazität von ca. 5 Millionen Tonnen Abfall pro Jahr.
Abfall- und Kreislaufwirtschaft in Deutschland im internationalen Vergleich - Spitzenplatz oder nur noch Mittelmaß?
© Witzenhausen-Institut für Abfall, Umwelt und Energie GmbH (4/2025)
Neben der Umstellung der künftigen Energieversorgung auf ein zu 100 % erneuerbares Energiesystem ist die Abfall- und Kreislaufwirtschaft die zweite zentrale Säule im Rahmen der globalen Transformation in eine klimaneutrale Wirtschaft und Gesellschaft.