Zum Rückbau deponierter Abfälle gibt es Erkenntnisse über die erzielbare Produktqualität und die geeigneten Aufbereitungstechniken
In Verbindung mit dem Programm 'r3 - Innovative Technologien für Ressourceneffizienz - Strategische Metalle und Mineralien', einer Förderinitiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF), konnten in einem Forschungsvorhaben zum Themenkomplex Landfill Mining, das im Jahr 2012 begann, Erkenntnisse über die erzielbare Produktqualität und die geeigneten Aufbereitungstechniken von Deponat gewonnen werden. Derzeit, das zeigen die Ergebnisse, ist der Deponierückbau nicht wirtschaftlich machbar. Kommen aber weitere Aspekte hinzu, und dies sind zum jetzigen Zeitpunkt vor allem die Nachnutzungsmöglichkeiten für Immobilien, dann können solche Projekte interessant werden, wie Beispiele aus dem Ausland zeigen. Der weltweit enorm zunehmende Flächenbedarf von Großstädten, etwa in China, wird einen ersten systematischen Deponierückbau erzwingen. In Deutschland ist der Deponierückbau heute eine Frage von projektbezogenen Einzelfallentscheidungen. In der Zukunft wird für den Deponierückbau die Frage bedeutend sein, welcher Erlös für rückgewonnene Abfallfraktionen erzielt werden kann. In Einzelfällen wird der Rückbau bei der Sanierung von Deponien angewendet werden. Auf dieses Argument setzt derzeit vor allem die EU, die in dieser Richtung verschiedene Aktivitäten unternimmt.
| Copyright: | © Rhombos-Verlag |
| Quelle: | Ausgabe 03 / 2016 (September 2016) |
| Seiten: | 5 |
| Preis: | € 0,00 |
| Autor: | Prof. Dr.-Ing Gerhard Rettenberger |
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