Ein wesentlicher Grund für die Alterung der Brunnen der Berliner Wasserbetriebe ist die Verockerung der Brunnenfilter und Ringräume und der damit einhergehende Ergiebigkeitsrückgang. Neben den Betriebsbedingungen sind hierbei insbesondere die hydrogeologischen Standortfaktoren von Bedeutung. In verschiedenen Forschungsprojekten wurden mögliche Einflussfaktoren der Brunnenalterung priorisiert und ein qualitatives Klassifizierungssystem für das Alterungspotenzial vorgeschlagen. Um auch quantitativ bewerten zu können, wie stark sich die möglichen Einflussfaktoren tatsächlich auf die spezifische Brunnenergiebigkeit auswirken, wurde eine aufbauende Studie in Auftrag gegeben. Mit den Ergebnissen befasst sich der folgende Beitrag.
Die Stamm- und Bewegungsdaten der rund 650 in Betrieb befindlichen Trinkwasserbrunnen der Berliner Wasserbetriebe (BWB) werden seit den 1970er-Jahren kontinuierlich erhoben und seit den 1990er-Jahren in einer Datenbank zusammengeführt. Dies ermöglicht multivariate statistische Auswertungen zur Korrelation der Brunnenleistungsparameter mit Standort-, Ausbau- und Betriebseigenschaften. Die Alterung der BWB-Brunnen lässt sich im Wesentlichen auf die Verockerung der Brunnenfilter und Ringräume und einen damit einhergehenden Ergiebigkeitsrückgang zurückführen. Hierfür sind neben den Betriebsbedingungen vor allem die hydrogeologischen Standortfaktoren entscheidend, die sich auf den Sauerstoffeintrag und die Redoxzonierung in Grundwasserleiter und Brunnen auswirken.
Copyright: | © wvgw Wirtschafts- und Verlagsgesellschaft Gas und Wasser mbH |
Quelle: | Heft 09 - 2016 (September 2016) |
Seiten: | 5 |
Preis: | € 4,00 |
Autor: | Dr. Hella Schwarzmüller Dr. Christian Menz Ines Pfeiffer Dr. Gunnar Lorenzen Andreas Wicklein |
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