Die Mitgliedsländer der Europäischen Union sind verpflichtet, nationale Treibhausgasinventare zu erstellen. Die Berichterstattung umfasst auch die Emissionen der Gasversorgung. Um diese innerhalb Europas konsistent und vollständig abzuschätzen, ist eine einheitliche Herangehensweise erforderlich. Aktuell führt die Vielzahl der methodischen Ansätze jedoch zu Unsicherheiten bei der Emissionsabschätzung. Im Rahmen eines Projektes der europäischen Forschungsgruppe GERG (European Gas Research Group) wurde deshalb analysiert, mit welchen Methoden die diffusen Methanemissionen des Gasverteilnetzes in Europa abgeschätzt werden. Die besten Vorgehensweisen wurden im Projekt herausgearbeitet und Vorschläge zu deren Weiterentwicklung angeregt.
Die Emissionen der Gasversorgung sind Bestandteil der nationalen Treibhausgasinventare. Dabei sind nicht nur die Verbrennungsemissionen von Erdgas, sondern auch die diffusen Emissionen, welche in der Vorkette Exploration - Förderung - Aufbereitung - Transport - Speicherung - Verteilung verursacht werden, von Bedeutung. Die diffusen Emissionen von Erdgas enthalten vornehmlich Methan.
Die diffusen Methanemissionen der Gaswirtschaft hatten innerhalb der Europäischen Union (EU28) im Jahr 2012 nur einen Anteil von 7,41 Prozent an den gesamten Methanemissionen. Bei der Abschätzung dieser diffusen Methanemissionen bestehen jedoch erhebliche Unsicherheiten, da innerhalb Europas eine konsistente Methode zur Ermittlung fehlt. Die Vielfalt der angewendeten Methoden führt dazu, dass das Vertrauen in die Einzelabschätzungen sinkt.
Copyright: | © wvgw Wirtschafts- und Verlagsgesellschaft Gas und Wasser mbH |
Quelle: | Heft 11 - 2016 (November 2016) |
Seiten: | 5 |
Preis: | € 4,00 |
Autor: | Charlotte Große Anja Wehling Dipl.-Ing. (FH) Gert Müller-Syring |
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