Oft wird bei der Planung von Vergärungsanlagen für Biogut der Fokus alleine auf das Produkt Biogas gelegt. Ökonomisch und ökologisch von mindestens gleicher Bedeutung für einen erfolgreichen Anlagenbetrieb ist die Nutzung der entstehenden Gärreste. Aufkommen, Qualität und Nutzungsoptionen sind neben dem Inputmix von der eingesetzten Vergärungs- und Aufbereitungstechnik abhängig. Das Aufkommen an Gärresten aus der Vergärung separat erfassten Bioguts liegt in Deutschland aktuell bei 1,5 Mio. Mg pro Jahr, die aus etwa 80 Anlagen generiert werden.
Gegenüber der reinen Kompostierung verändern sich durch die vorangestellte Vergärung zur Biogaserzeugung zwei wesentliche Faktoren in Bezug auf die Gärreste:
Nachfolgend werden vor allem Handlungsempfehlungen zur optimierten Bewirtschaftung bzw. Reduzierung des Aufkommens an flüssigen Gärresten dargestellt. Diese wurden in der Praxis an zwei baden-württembergischen Biogutvergärungsanlagen, der Anlage Backnang/Neuschöntal der AWG des Rems-Murr-Kreises und der Anlage in Leonberg der Abfallwirtschaft Landkreis Böblingen erarbeitet. Die zu verallgemeinernden Ergebnisse werden in einem Leitfaden Gärrestverwertung veröffentlicht.
Copyright: | © Universität Stuttgart - ISWA |
Quelle: | BioabfallForum 2016 (September 2016) |
Seiten: | 16 |
Preis: | € 8,00 |
Autor: | Dr.-Ing. Michael Kern Dipl.-Ing. Thomas Raussen M.Sc.agr Auke Lootsma |
Diesen Fachartikel kaufen... (nach Kauf erscheint Ihr Warenkorb oben links) | |
Artikel weiterempfehlen | |
Artikel nach Login kommentieren |
carboliq® - Direktverölung gemischter Kunststoffabfälle
© Witzenhausen-Institut für Abfall, Umwelt und Energie GmbH (4/2025)
Die Forderung nach Klimaneutralität dominiert die globale Diskussion über die Zukunft der Industriegesellschaft. Damit einher geht auch die Frage, wie der
Umgang mit Kunststoffen in Zukunft erfolgen wird.
Nutzungskonflikt zwischen Carbon-Capture-Anlagen und Fernwärme?
© Witzenhausen-Institut für Abfall, Umwelt und Energie GmbH (4/2025)
Die EEW Energy from Waste GmbH (EEW) hat sich das Ziel gesetzt, bis 2045 klimaneutral zu werden. Mit 17 Standorten verfügt EEW über eine Verbrennungskapazität von ca. 5 Millionen Tonnen Abfall pro Jahr.
Abfall- und Kreislaufwirtschaft in Deutschland im internationalen Vergleich - Spitzenplatz oder nur noch Mittelmaß?
© Witzenhausen-Institut für Abfall, Umwelt und Energie GmbH (4/2025)
Neben der Umstellung der künftigen Energieversorgung auf ein zu 100 % erneuerbares Energiesystem ist die Abfall- und Kreislaufwirtschaft die zweite zentrale Säule im Rahmen der globalen Transformation in eine klimaneutrale Wirtschaft und Gesellschaft.