Die hydrothermale Carbonisierung verspricht energetische Vorteile gegenüber der thermischen Trocknung und ermöglicht auch zukünftig eine Mitverbrennung von Klärschlamm
In Zukunft soll Klärschlamm in Deutschland gemäß dem Koalitionsvertrag aus ökologischen Gründen nur noch thermisch verwertet werden. Zudem erarbeitet das Bundesumweltministerium (BMU) zurzeit eine neue Klärschlammverordnung (AbfKlärV), in welcher ein Gebot zur Phosphor-Rückgewinnung aufgenommen werden soll. In der Schweiz wird mit der Revision der Technischen Verordnung über Abfälle (TVA) bereits ab dem 1. Januar 2016 die Rückgewinnung von Phosphor aus Klärschlämmen gesetzlich vorgeschrieben. Die EU hat zudem Phosphor auf die Liste der 20 kritischen Rohmaterialien aufgenommen. Seit dem 1. Januar 2015 ist es in Holland erlaubt, Recycling-Phosphor einzusetzen. Die hydrothermale Carbonisierung (HTC) eröffnet neue Möglichkeiten für die thermische Klärschlammverwertung. Dank einer effizienten Rückgewinnung des Phosphors aus der HTC-Kohle ist die Mitverbrennung von Klärschlamm in Form von phosphatfreien HTC-Kohle auch in Zukunft gesichert. Nachfolgend werden Ergebnisse einer Studie zur hydrothermalen Carbonisierung vorgestellt, an der die AVA-CO2 Schweiz AG als Industriepartner beteiligt war.
| Copyright: | © Rhombos-Verlag |
| Quelle: | Ausgabe 03 / 2015 (September 2015) |
| Seiten: | 6 |
| Preis: | € 0,00 |
| Autor: | Thomas Kläusli Dipl.-Ing. Stepan Kusche |
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