Multifunktionale Baustoffe - Konsequenzen für die Abfallwirtschaft und mögliche Alternativen

Die Bauwerke des 20. und des 21. Jahrhunderts zeichnen sich oft durch den Einbau von komplexen Baumaterialien aus, die nur schwer- oder unlösbar miteinander verbunden sind. Dies führt selbst beim selektiven Rückbau, zu einer schlechten Rückgewinnung von Wertstoffen und damit zu deutlich höheren Entsorgungskosten.

Rückbaufähig geplante Gebäude besitzen im Schadens- oder Sanierungsfall eine deutlich bessere Reparaturfreundlichkeit und ermöglichen beim Abbruch, durch Reduzierung der in MVA bzw. auf Deponien zu beseitigenden Abfallmengen, eine effektivere Sekundärrohstoffnutzung und daraus resultierend eine wesentlich höhere Ressourceneffizienz. Der spätere Rückbau findet jedoch derzeit bei der Planung eines Gebäudes im Regelfall keine Beachtung.
Um der zukünftig wachsenden Bedeutung von Gebäuden für die Ressourcenbereitstellung (Stichwort: Urban Mining) gerecht zu werden, ist bereits jetzt eine Gebäudeplanung notwendig, die die Rückbauphase und die Recyclingfähigkeit der verbauten Materialien berücksichtigt.



Copyright: © IWARU, FH Münster
Quelle: 14. Münsteraner Abfallwirtschaftstage (Februar 2015)
Seiten: 9
Preis: € 0,00
Autor: Prof. Dr.-Ing. Sabine Flamme
Dipl.-Ing. Gotthard Walter
 
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