Der im Bereich der Biomasse verwendete Energieträger Holz ist in seiner wirtschaftlichen Verfügbarkeit begrenzt. Dem entsprechend findet die energetische Nutzung von Reststoffen der Landwirtschaft verstärktes Interesse, die sich aber hinsichtlich ihrer chemischen Eigenschaften und damit ihres Verbrennungs und Emissionsverhaltens zum Teil deutlich von den üblichen Holzbrennstoffen unterscheiden.
In Anbetracht eines wachsenden Entsorgungszwangs für pferdehaltende Betriebe wird immer häufiger die Frage nach einer energetischen Nutzung dieser Reststoffe gestellt. Entsprechend wurde im Rahmen eines Forschungsvorhabens der Frage nachgegangen, ob und in wie weit Pferdemist als Brennstoff für Kleinanlagen geeignet ist. Der Pferdemist wurde zunächst aufbereitet und pelletiert, anschließend verbrannt und die entstehenden Staub- und Schadstoffemissionen gemessen. Die chemisch -physikalischen Eigenschaften der Pellets wurden mit den Vorgaben der EU-Brennstoffnormen verglichen und die entstandenen Emissionen den Grenzwerten gegenübergestellt. Im Ergebnis konnte gezeigt werden, dass durch die Pelletierung der Rohstoffe ein Brennstoff entsteht, der den Normen weitgehend entspricht und dessen emissionsarme Verbrennung auch in Kleinanlagen durchaus möglich ist. Mit Blick auf die aktuellen Emissionsgrenzwerte stellen allerdings die Staubemissionen eine Herausforderung dar.
Copyright: | © Agrar- und Umweltwissenschaftliche Fakultät Universität Rostock |
Quelle: | 9. Rostocker Bioenergieforum (Juni 2015) |
Seiten: | 9 |
Preis: | € 4,50 |
Autor: | Joachim Fischer Daniel Rübesamen |
Diesen Fachartikel kaufen... (nach Kauf erscheint Ihr Warenkorb oben links) | |
Artikel weiterempfehlen | |
Artikel nach Login kommentieren |
carboliq® - Direktverölung gemischter Kunststoffabfälle
© Witzenhausen-Institut für Abfall, Umwelt und Energie GmbH (4/2025)
Die Forderung nach Klimaneutralität dominiert die globale Diskussion über die Zukunft der Industriegesellschaft. Damit einher geht auch die Frage, wie der
Umgang mit Kunststoffen in Zukunft erfolgen wird.
Nutzungskonflikt zwischen Carbon-Capture-Anlagen und Fernwärme?
© Witzenhausen-Institut für Abfall, Umwelt und Energie GmbH (4/2025)
Die EEW Energy from Waste GmbH (EEW) hat sich das Ziel gesetzt, bis 2045 klimaneutral zu werden. Mit 17 Standorten verfügt EEW über eine Verbrennungskapazität von ca. 5 Millionen Tonnen Abfall pro Jahr.
Abfall- und Kreislaufwirtschaft in Deutschland im internationalen Vergleich - Spitzenplatz oder nur noch Mittelmaß?
© Witzenhausen-Institut für Abfall, Umwelt und Energie GmbH (4/2025)
Neben der Umstellung der künftigen Energieversorgung auf ein zu 100 % erneuerbares Energiesystem ist die Abfall- und Kreislaufwirtschaft die zweite zentrale Säule im Rahmen der globalen Transformation in eine klimaneutrale Wirtschaft und Gesellschaft.