Appell an die Gesetzestreue: Getrenntsammlung von Biomüll stößt in Bremen auf Widerstand

Ab dem 1. Januar 2015 ist die Getrennt-Sammlung von Bioabfällen bundesweit Pflicht. Für die Umsetzung sind die Bundesländer in der Verantwortung. Doch nicht überall stößt diese gesetzliche Vorgabe auf Gegenliebe. Der Stadtstaat Bremen hat Bedenken geäußert. Und die Bundesregierung musste sehr ausführlich Stellung beziehen.

Foto: M. Boeckh(18.09.2014) 'Die für die Kompostierung, die Bioabfallvergärung und den Einsatz der Komposte und Gärrückstände in der Landwirtschaft geltenden strengen Anforderungen der Bioabfallverordnung von 1998 wurden durch eine Novellierung dieser Verordnung im Jahr 2012 weiter verschärft.' So steht es in der Antwort der Bundesregierung auf eine ‚Kleine Anfrage’ der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Bundestag (siehe Kasten). Aufgrund positiver Erfahrungen mit der Getrennterfassung von Bioabfällen sei in das Kreislaufwirtschaftsgesetz (KrWG) vom 25. Februar 2012 die Bestimmung des § 11 Absatz 1 aufgenommen worden, wonach ab dem 1. Januar 2015 die Pflicht zur getrennten Sammlung von überlassungspflichtigen Bioabfällen u. a. dann besteht, wenn dies technisch möglich und wirtschaftlich zumutbar sei.
Das Bundesumweltministerium hält 'die Getrenntsammlung und anschließende hochwertige Verwertung von Bioabfällen aus Gründen des Umweltschutzes und der Ressourceneffizienz für grundsätzlich notwendig.' Das in den Bioabfällen enthaltene energetische Potential und die stofflichen Bestandteile könnten beispielsweise durch die Gewinnung von Biogas, die Herstellung von Biokraftstoffen, die thermische Nutzung von holzigen Anteilen sowie zu Düngezwecken genutzt werden. Voraussetzung sei aber eine hohe Qualität der zu verwertenden Bioabfälle...

Autorenhinweis: Dr. Martin Mühleisen, Gaiberg
Foto: M. Boeckh



Copyright: © Deutscher Fachverlag (DFV)
Quelle: September 2014 (September 2014)
Seiten: 1
Preis: € 0,00
Autor: Dr. Martin Mühleisen
 
 Artikel nach Login kostenfrei anzeigen
 Artikel weiterempfehlen
 Artikel nach Login kommentieren


Login

ASK - Unser Kooperationspartner
 
 


Unsere content-Partner
zum aktuellen Verzeichnis



Unsere 3 aktuellsten Fachartikel

carboliq® - Direktverölung gemischter Kunststoffabfälle
© Witzenhausen-Institut für Abfall, Umwelt und Energie GmbH (4/2025)
Die Forderung nach Klimaneutralität dominiert die globale Diskussion über die Zukunft der Industriegesellschaft. Damit einher geht auch die Frage, wie der Umgang mit Kunststoffen in Zukunft erfolgen wird.

Nutzungskonflikt zwischen Carbon-Capture-Anlagen und Fernwärme?
© Witzenhausen-Institut für Abfall, Umwelt und Energie GmbH (4/2025)
Die EEW Energy from Waste GmbH (EEW) hat sich das Ziel gesetzt, bis 2045 klimaneutral zu werden. Mit 17 Standorten verfügt EEW über eine Verbrennungskapazität von ca. 5 Millionen Tonnen Abfall pro Jahr.

Abfall- und Kreislaufwirtschaft in Deutschland im internationalen Vergleich - Spitzenplatz oder nur noch Mittelmaß?
© Witzenhausen-Institut für Abfall, Umwelt und Energie GmbH (4/2025)
Neben der Umstellung der künftigen Energieversorgung auf ein zu 100 % erneuerbares Energiesystem ist die Abfall- und Kreislaufwirtschaft die zweite zentrale Säule im Rahmen der globalen Transformation in eine klimaneutrale Wirtschaft und Gesellschaft.