In der Theorie und Planung von erdgekoppelten Kühlsystemen für Bürogebäude wird für die Kältebereitstellung vorrangig die effiziente freie Kühlung angesetzt. In der Praxis hingegen ist oft ein Dauerbetrieb der mechanischen Kälte festzustellen. Im Bereich der effizienten Umschaltung der Betriebsmodi im Kühlbetrieb sowie der allgemeinen Regelkonzepte liegen meist noch keine fundierten Erkenntnisse vor. Hier setzt das Forschungsprojekt geo:build an. Der Beitrag zeigt dabei die Bearbeitung, Vorgehensweise sowie die ersten Ergebnisse.
Die Nutzung von Erdwärme zum Heizen und Kühlen von Bürogebäuden ist generell sinnvoll, wird heutzutage soweit umsetzbar in ressourcenschonenden und energieeffizienten Energiekonzepten eingebunden und sollte auch zukünftig für Nichtwohngebäude in Betracht gezogen werden. Die Erfahrungen und Erkenntnisse aus bisherigen Forschungsprojekten und umgesetzten Nichtwohngebäuden haben jedoch gezeigt, dass viele Gebäude bzw. Anlagen nicht optimal bzw. nicht nach den Planvorgaben funktionieren und meist Missstände im Betrieb aufweisen. Selbst nach einer Einregulierungsphase und Optimierungen ist festzustellen, dass der freie Kühlbetrieb nicht oder nur sehr eingeschränkt umgesetzt werden konnte. Im Bereich der effizienten Umschaltung zwischen Heiz- und Kühlbetrieb sowie der allgemeinen Regelkonzepte bei reversiblen Wärmepumpen in Bürogebäuden liegen meist noch keine fundierten Erkenntnisse vor.
Hier setzt nun das vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi, FKZ 03ET1024A) geförderte Forschungsvorhaben 'geo:build - Systemoptimierung erdgekoppelter Wärme- und Kälteversorgung von Bürogebäuden - reversible Wärmepumpen und freie Kühlung' an. In Zusammenarbeit mit der Ostfalia Hochschule - Fakultät Versorgungstechnik, UBeG GbR und Zent-Frenger GmbH wird speziell der Kühlfall bei erdgekoppelten Systemen zur Wärme- und Kältebereitstellung in Bürogebäuden in Theorie und Praxis analysiert.
Copyright: | © wvgw Wirtschafts- und Verlagsgesellschaft Gas und Wasser mbH |
Quelle: | Heft 06 - 2014 (Juni 2014) |
Seiten: | 6 |
Preis: | € 6,00 |
Autor: | Dipl.-Ing. Franziska Bockelmann Prof. Dr.-Ing. M. Norbert Fisch Prof. Dr.-Ing. Lars Kühl |
Diesen Fachartikel kaufen... (nach Kauf erscheint Ihr Warenkorb oben links) | |
Artikel weiterempfehlen | |
Artikel nach Login kommentieren |
carboliq® - Direktverölung gemischter Kunststoffabfälle
© Witzenhausen-Institut für Abfall, Umwelt und Energie GmbH (4/2025)
Die Forderung nach Klimaneutralität dominiert die globale Diskussion über die Zukunft der Industriegesellschaft. Damit einher geht auch die Frage, wie der
Umgang mit Kunststoffen in Zukunft erfolgen wird.
Nutzungskonflikt zwischen Carbon-Capture-Anlagen und Fernwärme?
© Witzenhausen-Institut für Abfall, Umwelt und Energie GmbH (4/2025)
Die EEW Energy from Waste GmbH (EEW) hat sich das Ziel gesetzt, bis 2045 klimaneutral zu werden. Mit 17 Standorten verfügt EEW über eine Verbrennungskapazität von ca. 5 Millionen Tonnen Abfall pro Jahr.
Abfall- und Kreislaufwirtschaft in Deutschland im internationalen Vergleich - Spitzenplatz oder nur noch Mittelmaß?
© Witzenhausen-Institut für Abfall, Umwelt und Energie GmbH (4/2025)
Neben der Umstellung der künftigen Energieversorgung auf ein zu 100 % erneuerbares Energiesystem ist die Abfall- und Kreislaufwirtschaft die zweite zentrale Säule im Rahmen der globalen Transformation in eine klimaneutrale Wirtschaft und Gesellschaft.