Die IFAT, die Weltleitmesse für Wasser-, Abwasser-, Abfall- und Rohstoffwirtschaft in München steht vor der Tür. Programmatische Aussagen der neuen Bundesregierung sowie Diskussionen der letzten Monate zeigen, dass sich die Abfallwirtschaft in einem grundlegenden Wandel befindet und jahrzehntelange Gewissheiten auf dem Prüfstand stehen.
(28.04.2014) Die dualen Systeme sorgen für Schlagzeilen, die von kleinen Reformen bis zur Abschaffung reichen. Ihre Gründung Anfang der neunziger Jahre fiel in eine Zeit, wo sich die Branche vor allem Sorgen um fehlende Deponierungs- und Verbrennungskapazitäten machte. Zweifellos hat die Abfallverwertung seither große Erfolge zu verzeichnen. Wir sammeln und verwerten Joghurtbecher und Käseschachteln, Weinflaschen und Bierdosen, alles richtig und wichtig. Für eine prosperierende Industriegesellschaft sind das jedoch nicht unbedingt die essenziellen Ressourcen. Die wirtschaftsstrategischen Rohstoffe stecken vielmehr in Handys, Smartphones, Laptops, Navi- Systemen, also in unserer vielfältigen Informations- und Kommunikationstechnik. Mittlerweile nutzen wir rund neunzig Elemente des Periodensystems und damit weitgehend alle, die technisch einsetzbar sind. Diese Ressourcen sind endlich und oftmals kaum substituierbar, dennoch liegen die weltweiten Recyclingquoten dafür weitgehend unter einem Prozent. Dabei gibt es für diese High-Tech-Produkte durchaus leistungsfähige Recyclinganlagen, die jedoch derzeit nicht hinreichend zum Einsatz kommen, da der besagte Elektronikschrott in Schubladen und Besenkammern schlummert oder in dunklen Kanälen verschwindet...
Copyright: | © Deutscher Fachverlag (DFV) |
Quelle: | April/Mai 2014 (April 2014) |
Seiten: | 1 |
Preis: | € 0,00 |
Autor: | Prof. Dr.-Ing. Martin Faulstich |
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