Verbesserte Schwermetallabscheidung im Wäscher - Von der Verfahrensentwicklung bis zum Betrieb

Um die Effektivität einer Anlage zu erhöhen, wird ständig nach neuen Wegen gesucht. Auch die nasse Abgasreinigung mit ihrem nahezu stöchiometrischen Neutralisationsmittelbedarf bietet hierzu Möglichkeiten.
In verschiedenen Abfallverbrennungsanlagen, die nasse Abgasreinigungssysteme betreiben, wurden vielfältige Verbesserungen realisiert.

Im Gegensatz zu allen anderen Schadstoffen der 17. BImSchV kann Quecksilber aufgrund seiner komplexen Chemie sowie des niedrigen Dampfdruckes auch für eine technisch aufwendige Abgasreinigung eine Herausforderung sein. Die Minderung der Hg- Emissionen dient aber nicht nur der formalen Anforderung nach Einhaltung von Grenzwerten sondern aus toxikologischer Sicht auch immer dazu, den Pfad dieses besonderen Schwermetalls in die Umwelt und letztlich die Nahrungskette zu verhindern.

In jüngster Vergangenheit wurden einige technische Konzepte zur Erreichung dieses Ziels entwickelt. Meist kommen hierbei neue bzw. zusätzliche Betriebsmittel zum Einsatz.

Hier wurde ein Verfahren entwickelt, das auf dem bislang ungenutzten Potenzial eines schon eingesetzten Betriebsmittels basiert. Ein neues, mit zusätzlichen Kosten verbundenen Betriebsmittel entfällt also. Das Prinzip des Verfahrens basiert auf dem bisher ungenutzten Kohlenstoffanteil im Altadsorbens, das nach einer Abtrennung in den Vorwäscher geleitet wird. Hier kann sich eine adsorptive und katalytische Wirkung entfalten.

Neben dem positiven Einfluss auf die Hg-Bilanz kann auch von einem solchen Effekt auf die PCDD/F-Abscheidung ausgegangen werden, wie ältere Untersuchungen an dieser Anlage zeigen.



Copyright: © Texocon GbR
Quelle: 10. Potsdamer Fachtagung - 21.2. bis 22.2. 2013 (Februar 2013)
Seiten: 17
Preis: € 0,00
Autor: Dipl.-Ing. Klaus Niemann
Dr. Jürgen Böske
Prof. Dr.-Ing. Joachim Dohmann
 
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