Restabfälle werden heute in zunehmendem Umfang zur Energiegewinnung verwendet. Dabei hat sich der Brennstoff Restabfall in den letzten Jahren gegenüber früheren Haushaltsabfällen grundlegend verändert. Verschiedenste Maßnahmen der Vorbehandlung und ein regional stark unterschiedliches Stoffstrommanagement führen zu höheren, stark schwankenden Heizwerten, geringeren Ascheanteilen, unterschiedlichsten Monofraktionen und dadurch einem schwankenden Verbrennungsverhalten.
Dies stellt komplexe Anforderungen an Restabfallverbrennungsanlagen, die heute weit überwiegend mit Rostfeuerungssystemen ausgestattet sind. Darüber hinaus wird ein kraftwerksähnliches Betriebsverhalten mit hoher Energieeffizienz, sicherer Verfügbarkeit und langen Wartungsintervallen gewünscht. Abgase dürfen die Umwelt nicht belasten und die Verbrennungsrückstände sollen wiederverwertbar sein - am besten sogar ein umfangreiches Recyling verschiedenster Metalle ermöglichen.
Aufgrund der hohen Investitionen in solche Anlagen muss zudem eine Betriebssicherheit für eine im Mittel über 30-jährige Lebensdauer gewährleistet sein. Eine Rostfeuerung, die sich diesen Rahmenbedingungen jederzeit flexibel anpassen kann, bietet dem Betreiber unter diesen Rahmenbedingungen deutliche Vorteile.
Die Verbrennung von Restabfall ist ein komplexer Vorgang, da der Brennstoff in Bezug auf Zusammensetzung, Heizwert und Ascheanteil sehr vielfältig ist. Dies stellt die Betreiber von Abfallverbrennungsanlagen vor eine enorme Herausforderung: Bei einer Lebensdauer von mehr als 30 Jahren muss die Technik auch in Zukunft effizient mit der wechselnden Beschaffenheit des Brennstoffs funktionieren.
Als ideale Lösung für dieses Problem hat sich eine flexible Rostfeuerung erwiesen, die sich auf die variablen Anforderungen der Brennstoffe einstellen lässt. Der Rückschub-Rost Vario, eine vollständige Neuentwicklung von MARTIN, ist hierfür eines der innovativsten Produkte, das der Weltmarkt bietet.
Er basiert auf dem bewährten Rückschub-Prinzip, das bereits in mehr als 565 Abfallverbrennungslinien erfolgreich seine Anwendung findet. Das Vario-System bietet nunmehr drei Antriebszonen, die getrennt regelbar sind. Zuführungsgeschwindigkeit des Brennstoffs und Verbrennungsbedingungen sind optimal an wechselnde Abfallqualitäten anpassbar. Damit ist es möglich, die Schürung des Brennstoffs bzw. der Verbrennungsrückstände aufgeteilt in mehrere Zonen zu verwirklichen ohne deren Verweilzeit negativ zu beeinflussen.
Copyright: | © Texocon GbR |
Quelle: | 10. Potsdamer Fachtagung - 21.2. bis 22.2. 2013 (Februar 2013) |
Seiten: | 8 |
Preis: | € 0,00 |
Autor: | Dipl.-Ing. Norbert Eickhoff |
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