Grundwasserförderung für eine temporäre Befüllung der Penkuner Seen in zukünftigen Niedrigwasserzeiträumen

Für die Schlossseenkette bei Penkun im Südosten Mecklenburg-Vorpommerns ist eine Anhebung der Seewasserspiegellagen vorgesehen. Standorte für mögliche Grundwasserentnahmen wurden hydrogeologisch erkundet. Veranlassung für diese Überlegungen war der Rückgang des Seewasserspiegels der Schlosssee-Seenkette.

Im Rahmen des von der EU geförderten Projektes zur 'Restaurierung und Sanierung der Penkuner Seenkette' sieht der Maßnahmenplan für die drei Teilseen der Schloßsee-Seenkette (Oberer, Mittlerer und Unterer Schlosssee) bei Penkun im Landkreis Vorpommern-Greifswald eine Anhebung der Seewasserspiegellagen vor. Gleichzeitig wurden mehrere Standorte für mögliche Grundwasserentnahmen vorgeschlagen, an denen die benötigten Mengen gefördert werden sollten. Der Rückgang des Seespiegels betrug etwa 4 cm/a bei einem Absolutbetrag des Rückgangs von etwa 1 Meter von 1996 bis 2009. Die Gründe für den Rückgang des Wasserspiegels in dem hydraulisch nicht an das Grundwasser angebundenem See sind klimatisch auf Grund unterdurchschnittlicher regionaler Niederschläge in den Jahren 1996 bis 2007 und in der negativen klimatischen Wasserbilanz in der Region bedingt. Deutlich wird das - im Umkehrschluss - auch durch den seit 2010 erkennbaren markanten Anstieg der Wasserstände auf Grund der ergiebigen Niederschläge in den Jahren 2010 und 2011. Zusätzlich wurde ein Durchlass zum unterlagernden See temporär gesperrt und die Zulaufbedingungen im Oberlauf des Sees verbessert. Ziel der Untersuchungen war es, auf Grundlage des hydrogeologischen Kenntnisstandes durch geotechnische Standorterkundungen zu klären, ob es grundsätzlich möglich ist, die Seenkette in zukünftigen Trockenzeiten mit Grundwasser aus dem bedeckten und tief liegenden Grundwasserleiter zu befüllen. Die angestrebte Befüllung der Seenkette mit Grundwasser soll zukünftige Schwankungen des Niederschlagsverhaltens für Trockenzeiten ausgleichen.



Copyright: © Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH
Quelle: Wasser und Abfall 09/2013 (August 2013)
Seiten: 8
Preis: € 10,90
Autor: Dr. Stephan Hannappel
Dipl.-Ing. Thomas Will
Dipl.-Ing. Klaus-Dieter Fichte
 
 Diesen Fachartikel kaufen...
(nach Kauf erscheint Ihr Warenkorb oben links)
 Artikel weiterempfehlen
 Artikel nach Login kommentieren


Login

ASK - Unser Kooperationspartner
 
 


Unsere content-Partner
zum aktuellen Verzeichnis



Unsere 3 aktuellsten Fachartikel

Stand der Pumpspeicher in Deutschland 2025
© Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH (12/2025)
Infolge des Ausbaus der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien ist ein erhöhter Speicherbedarf im Stromverbundnetz notwendig. Hierdurch steigt die Bedeutung von Pumpspeichern als bis auf weiteres einzige Möglichkeit für eine großmaßstäbliche Stromspeicherung.

Pumpspeicherkraftwerke - Empfehlungen zur Verkuerzung und Vereinfachung von Genehmigungsverfahren in Deutschland
© Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH (12/2025)
Die Genehmigungsverfahren sind sehr komplex sowie mit hohen Kosten und rechtlichen Unsicherheiten verbunden und dauern oftmals mehr als zehn Jahre.

Revitalisierung des Pumpspeicherwerks Happurg - Sanierung des Oberbeckens
© Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH (12/2025)
Im Rahmen der Revitalisierung des Pumpspeicherwerks Happurg haben im September 2024 auch die Arbeiten zur Sanierung des zugehörigen Oberbeckens begonnen.